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Wirtschaft Run auf Londons Immobilien

Von der Aufhebung des Euro-Mindestkurses ist nicht nur der Euro, sondern auch das Britische Pfund betroffen. Das schwache Pfund zieht nun vermehrt vermögende Schweizer nach London – die dort kräftig in Immobilien investieren.

Legende: Video Run auf Immobilien in London abspielen. Laufzeit 2:27 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 28.01.2015.

London, eines der teuersten Pflaster der Welt. Für Schweizer ist die Metropole seit vergangener Woche jedoch erheblich billiger geworden. Auf dem Devisenmarkt brach das Pfund gegenüber dem Franken zeitweise um bis zu 20 Prozent ein.

Enstprechend gross ist derzeit die Kauflust von Schweizern auf dem Immobilienmarkt in der britischen Hauptstadt, wie Vermögensverwalterin Naomi Heaton bestätigt: «Seit der Erstarkung des Frankens und den Turbulenzen auf den Aktenmärkten hört unser Telefon nicht auf zu klingeln.»

Zehn mal so viele Schweizer wie üblich erkundigten sich über Immobilien. Interessiert sei die Schweizer Kundschaft sowohl am Kauf von Liegenschaften selber, als auch an Immobilienfonds-Beteiligungen, sagt die Geschäftsführerin von London Central Portfoglio.

London als sicherer Hafen für Schweizer Franken

Für Experten macht das Sinn. Der Immobilienmarkt boomt. Seit 2007 erhöhten sich die Liegenschaftspreise in der Metropole um 31% – Tendenz steigend, wie Finanzananalyst Jeremy Cook sagt. «Wir haben es beim Russland-Ukraine-Konflikt gesehen, ebenso bei der amerikanischen Schuldenkrise oder den Euro-Wirren in den letzten fünf bis sechs Jahren. Immer fliesst Geld in den Londoner Immobilienmarkt.»

Genau so wie jetzt aus der Schweiz. London sei mit Bestimmtheit ein sicherer Hafen für Schweizer, sagt der Chefökonom beim Devisenspezialisten World First. Entsprechend beliebt dürften Investitionen an der Themse bleiben, denn Devisen-Experten sehen noch keine Anzeichen einer Franken-Abschwächung.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Olivier TODESCO, Wädenswil
    Was soll es? Diese "Schweizer" (wenn es dann auch solche sind?) sollten sich mal die englische Gesetze (nicht vom römisches Recht abstammend) anschauen. Dann kommen Sie allemal wieder schnell in die Schweiz zurück!! Rechts-Sicherheit heisst das Zauberwort! Was nützt eine solche Geldanlage, wenn Sie dann noch Aerger mit den Mietern bringt?
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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Wieder ein Beispiel, wie volkswirtschaftlich schädlich, weil keine neuen Werte schaffend, die Geldanlage in Immobilien ist, wobei der Boden als knappheitsgut und natürliches Monopol ausgenutzt wird. Boden(knappheit) als Geldanlage(grund) ist etwas vom volkswirtschaftlich schädlichsten das es gibt und eines der Hauptgründe fur die weltweiten ökonomischen und sozialen Missstände der heutigen Zeit.
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  • Kommentar von Rolf Künzi, Winterthur
    Lord John Maynard Keynes hatte mit den Amerikaner das Bretten Wood System ausgehandelt und leider verloren. Es war aber dennoch so gut, dass es von 1944-1973 stabile Geldstandarts ausstrahlte. Rückblickend werden die Amerikaner diese Fehler bereuen. Noch werden alle globale Schulden und Rohstoffe in Dollar notiert. Amerika hat riesige Vorteile doch die Jahre sind gezählt. Amerika ist das einzige Land das direkt in Dollar einkaufen kann. Das ist ein Globaler Systemfehler, nur einer von vielen.
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