Samsung erwirkt US-Verkaufsverbot für alte Apple-Modelle

Der Streit zwischen den Mobilgeräte-Herstellern Apple und Samsung ist wieder um ein Kapitel reicher. Die Koreaner setzen in den USA ein Verkaufsverbot älterer iPhone- und iPad-Modelle durch. Apples grosse Geldbringer sind davon allerdings nicht betroffen.

Silhouette eines Mannes, der ein Samsung-Smartphone vor den Schatten eines Apple-Emblems hält.

Bildlegende: Apple soll sich unrechtmässig über technische Lizenzen des koreanischen Anbieters Samsung hinweggesetzt haben. Reuters

Mehrere ältere Modelle von iPhone und iPad könnten vom US-Markt verbannt werden. Dies, nachdem Samsung im Patentkrieg gegen Apple seinen bisher grössten Etappensieg errungen hat.

Die US-Handelskommission ITC sieht ein Mobilfunk-Patent der Südkoreaner durch fünf Apple-Produkte verletzt, wie sie in Washington erklärte. Die Geräte werden in China hergestellt.

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Betroffen sind die AT&T-Varianten des iPhone 4, des iPhone 3 und  3GS sowie des iPad und iPad 2 mit Mobilfunk-Anbindung. Die ITC erliess gleich auch ein  Verkaufsverbot für Geräte, die sich bereits in den USA befinden. Die aktuellen Geräte-Generationen und damit die wahren Geldbringer  von Apple sind nicht betroffen.

Überdies tritt das Verbot auch nicht sofort in Kraft. Präsident Barack Obama hat 60 Tage Zeit, es mit einem Veto zu kippen. Zudem will Apple gegen das Urteil Berufung einlegen.