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Passagierzahlen steigen an Schiffe auf Schweizer Seen sind gut auf Kurs – mit einer Ausnahme

Legende: Audio «Dem schönen Wetter sei Dank – Schiffe auf Schweizer Seen hatten Zulauf» abspielen. Laufzeit 2:00 Minuten.
2:00 min, aus HeuteMorgen vom 02.08.2017.

Für die Schweizer Passagierschiffe sah es bis Ende Juni dank des guten Wetters nach einem Rekordjahr aus. Der durchzogene Juli drückte die Zahlen aber wieder ein bisschen. Doch die Tendenz zeigt insgesamt nach oben.

Mehr Chinesen auf Vierwaldstättersee

Auf dem Vierwaldstättersee liegen die neusten Zahlen 14 Prozent über denjenigen des Vorjahrs, das auch kein schlechtes war. Werner Lüönd von der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee sagt: «Wir hatten einen milden Winter, und auch der Juni war ein sehr starker Monat.» Zudem habe es mehr Reisegruppen als im letzten Jahr, hauptsächlich aus China.

Bisher neun Prozent Zuwachs gegenüber dem Vorjahr meldet die BLS, welche die Schiffe auf dem Thuner- und Brienzersee betreibt. Die Schiffe seien sehr gut ausgelastet, nicht nur bei schönem Wetter, sagt BLS-Sprecher Oliver Hilber.

Einige Touristen feiern den Regen richtiggehend
Autor: Oliver HilberBLS-Sprecher

Denn für einige Passagiere habe auch schlechtes Wetter seinen Reiz: «Es sind vor allem die Touristen aus dem arabischen Sprachraum, die zuhause den Regen nicht so kennen und dieses Erlebnis dann richtig feiern, wenn sie bei uns auf dem Schiff sind», so Hilber weiter.

Gute Frequenzen melden auch die Schiffbetreiber am Bieler-, Neuenburger-, Genfer- und Bodensee.

Zahlen auf Zürichsee brechen ein

Die grosse Ausnahme ist Zürich: In der Halbjahresbilanz liegt die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft ZSG gegenüber dem Vorjahr um knapp 20 Prozent zurück, wie ZSG-Sprecherin Conny Hürlimann sagt. Gegenüber dem Fünfjahresschnitt liege man gar um 23,6 Prozent zurück.

Wegen des kantonalen Sparprogramms wurden bei der ZSG Ende des letzten Jahres die Ticketpreise um fünf Franken erhöht.

Rekordjahr ist immer noch möglich

Für eine abschliessende Bilanz ist es noch zu früh, doch mit Ausnahme von Zürich ist der Tenor bei allen Betreibern ähnlich: Wenn auch noch die nächsten beiden Monate gut sind, könnte es auf den Schweizer Seen ein Rekordjahr werden.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Christopher Chandiramani (Christopher Chandiramani)
    Fünf Franken Zuschlag auf dem Zürichsee - ein absoluter Schwachsinn. Massiver Umsatzschwund - die Passagiere "streiken". Eigentlich sollte dieser Fehler für die Urheber personelle Konsequenzen haben. Jetzt fahren die Pendler über den Zürcher Hauptbahnhof, und die Touristen begeben sich auf andere Schweizer Seen - ohne Zuschlag, auch Generalabonnement und Tageskarte willkommen.
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  • Kommentar von René Pfeifer (Whistler)
    Lieber erhebt der ZVV auf dem Zürisee einen Zuschlag von Fr.5.00 und macht die Kunden hässig, auf das sie halt dann einen anderen See für ihren Ausflug wählen. Was denken da wohl die Touristen ? Über 20% Rückgang der Frequenzen muss man schon mal schaffen. Zudem stellte der Bund seinen Betriebs-Beitrag in der Höhe von rund CHF. 250'000.-- ein, da er KEINE Zuschläge im Verbund duldet. Geht so die Rechnung auf ? Wie rechnen die Zürcher ?
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Da will ein Kanton sparen und das Ergebniss? Weniger Touristen = weniger Arbeit. Dann werden Arbeitsplätze reduziert weil man als Folge wieder sparen muss und dann? Irgendjemand muss dann wieder Arbeitslosengeld beziehen. Das ist so ein kleines Geschichtlein der wirtdchaftsliberalen CH Politik. Bezahlen müssen am Schluss ja eh die Arbeitnehmer mit ihren Lohnabgaben und der Kanton ist aus dem Schneider.
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