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One-Brand-Strategie Schild und Herren-Globus verschwinden

Aus Schild und Herren-Globus wird nur noch Globus. Die Umstrukturierung der Migros-Tochter hat einen Stellenabbau zur Folge.

Legende: Video Schild und Herren-Globus verschwinden abspielen. Laufzeit 2:30 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 12.05.2017.
  • Die Globus-Gruppe der Migros baut Stellen ab. Da die beiden Namen Schild und Herren Globus verschwinden sollen, kommt es in der Zentrale in Spreitenbach zu einem Stellenabbau von 80 der 400 Stellen.
  • Ziel ist es, eine so genannte «One-Brand-Strategie» zu schaffen. Die Läden bleiben somit bestehen, allerdings in Zukunft unter dem Namen Globus.
  • In Zukunft werden somit nicht mehr drei Marken bewirtschaftet, sondern nur noch eine. Die bestehenden Standorte werden neu beurteilt und es soll entschieden werden, ob bestimmte Filialen geschlossen oder unter dem Label Globus weitergeführt werden.
  • Dies bedeutet, dass es je nachdem einen weiteren Stellenabbau beim Verkaufspersonal geben könnte.
Front der Globus-Filiale an der Bahnhofstrasse.
Legende: Die Migros-Tochter Globus will Herren-Globus und Schild unter das eigene Dach bringen. Keystone / Globus

Die Migros legt seine Modeketten Globus, Herren Globus und Schild unter der Dachmarke Globus zusammen. Der Stellenabbau soll dabei in den nächsten anderthalb Jahren erfolgen, wie die Migros mitteilte.

Der Stellenabbau wird gemäss der Mitteilung wenn immer möglich über natürliche Stellenwechsel, frühzeitige Pensionierungen und Stellenangebote innerhalb der Migros-Gruppe aufgefangen. Sollte es dennoch zu Entlassungen kommen, gebe es für die Betroffenen einen Sozialplan.

Die Namen Schild und Herren Globus werden bis spätestens Ende 2019 verschwinden.

Mittelpreis-Segment bei der Mode unter Druck

Die Migros begründet die Neuausrichtung ihres Modegeschäfts mit den Veränderungen im Schweizer Modemarkt. Der starke Franken, der Einkaufstourismus und die wachsende Konkurrenz durch internationale Unternehmen und habe den Schweizer Textilmarkt schrumpfen lassen.

Das habe sich auch auf Globus, Herren Globus und vor allem auf die Modekette Schild ausgewirkt, die mit ihrem Angebot im mittelpreisigen Segment immer stärker unter Druck geraten sei.

Mit der Konzentration auf einen Namen kann die Migros aber auch sparen. Anstatt drei Einkaufs-, Marketing-, Logistik- und Online-Abteilungen wird es in Zukunft nur noch je eine solche Abteilung geben. «Die Kräfte bündeln», nannte das Thomas Herbert, Chef des Migros-Modegeschäfts. Ein weiterer Vorteil dieser Bündelung ist gemäss Herbert, dass damit auch das Angebot in den Filialen ausgebaut werden kann.

Noch kein Entscheid über Filialen-Schliessungen

Noch nicht entschieden ist, was mit den insgesamt 78 Filialen der drei Modeketten geschieht. Aufgrund einer detaillierten Standortanalyse will die Migros bis im Frühling 2018 entscheiden, welche Filialen geschlossen und wo allenfalls neue eröffnet werden, heisst es in der Mitteilung.

Mit der Neuausrichtung will die Migros auch die Formate und das Sortiment überarbeiten und die Digitalisierung ihres Modegeschäfts vorantreiben. Künftig sollen in allen Filialen das gesamte digitale Sortiment von Globus angeboten werden.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Wundern wir uns nicht, wenn in einigen Jahren die Städte uns öd und leer erscheinen. Das hochgelobte Internet wird uns noch sehr viel Unmut erzeugen. Denn anscheinend denken alle, dass sie nie älter werden und Kleider immer dem Alter nach bestellt werden können. Dafür werden immer mehr Waren kreuz und quer durch das Land kutschiert. Es gibt immer weniger gut angezogene Leute, alles sieht gleich billig aus. Da lobe ich gutes Handwerk.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Ich hätte Schild in die Migros-Kette besser integriert. Klamotten, die Migros verkauft, sind teilweise jenseits. Schild war toll, mittlere Businesskleider habe ich gerne dort gekauft.
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  • Kommentar von Roland Gadient (Roland Gadient)
    Das hätte Hr. Dutteeiler auch nicht anders lösen können, die Zeit ist für diese Art von Modeverkäufen abgelaufen, haben sie verschlafen. Auch die drei Direktionen haben von Innovationen nicht gross geglänzt.
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    1. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      Eigentlich forcieren wir genau die Online-Modehäuser genau diese Art personalisierte Beratung. Outfittery für Männer, z.B., aber alle andere auch - Zalando hat mittlerweile auch eine neue Sparte mit diesem Kerngeschäft.
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