Schlechte Aussichten für die Weltwirtschaft

Der Internationale Währungsfonds IWF hat seine Prognosen herunterkorrigiert und verlangt mehr politisches Handeln.

Hafen von Tianjin in China

Bildlegende: Hafen von Tianjin in China: Der IWF hat seine Prognose für die Weltwirtschaft leicht gesenkt. Keystone

Die Weltwirtschaft wird sich schlechter entwickeln als bisher angenommen. Der IWF hat seine Prognose für alle grossen Wirtschaftsblöcke runterkorrigiert. Laut dem IWF-Bericht wird die Weltwirtschaft in diesem Jahr um 3,1 und im nächsten um 3,8 Prozent wachsen. Die Organisation hat damit ihre bisherige Prognose um 0,2 Prozent korrigiert.

Grund für die schlechten Zahlen ist die unerwartet heftige Rezession im Euro-Raum und die Nachfrageschwäche in den Schwellenländern. Hinzu kommt die Unsicherheit darüber, wann die Europäische Zentralbank und die US-Notenbank Fed ihre Politik des billigen Geldes beenden. Der Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik birgt laut dem IWF vor allem Risiken für das Wachstumstempo der Schwellenländer.

Der IWF appelliert in seinem Bericht auch an die Politik. Mehr und stabiles weltwirtschaftliches Wachstum brauche zusätzliches politisches Handeln. Die Industrieländer sollen dementsprechend eine wachstumsfördernde Politik betreiben.