Schweiz bei G20 nicht mehr dabei

Die Schweiz ist im nächsten Jahr im Kreis der 20 mächtigsten Industrieländer nicht mehr als Gast vertreten. Das berichtet die NZZ. Damit verliert Bern das wenige an Mitsprache, das es in einem wichtigen Bereich hatte.

Finanzministerin Widmer-Schlumpf steht zusammen mit anderen Finanzministern der G20 zum Fototermin.

Bildlegende: Dieses Jahr noch im erlauchten Kreis der G20-Finanzminister dabei: Eveline Widmer-Schlumpf. Keystone

Nächstes Jahr leitet Australien die Gruppe der 20 mächtigsten Industrieländer, die G20. Aussen vor bleibt die Schweiz: Bern hat von Canberra keine Einladung zu den Treffen erhalten, wie die «Neue Zürcher Zeitung» schreibt. Offenbar sind Australien seine quasi-Nachbarn Neuseeland und Singapur wichtiger – sie wurden zum Treffen der 20 mächtigsten Staaten eingeladen.

Zwar hat die Schweizer Diplomatie alles versucht, weiterhin Gast in dem erlauchten Kreis zu bleiben: Bei den vier Finanzminister-Treffen 2013 war sie dabei und beteiligte sich stets aktiv an den Gesprächen. Auch flogen im Oktober zwei hochrangige Schweizer Delegationen nach Australien, um Canberra noch umzustimmen – offenbar erfolglos.

Bern hofft, dass man nun wenigstens auf der technischen Ebene bei der Vorbereitung der an den G20-Treffen behandelten Themen dabei sein kann. Denn es geht um für die Schweiz so wichtige Themen wie Finanzmarkt-Regulierung, Automatischer Informationsaustausch oder Besteuerung internationaler Konzerne.