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Flaute bei Direktinvestitionen Schweiz ist für Firmen weniger attraktiv als EU

Trotz guter Rahmenbedingungen ziehen viele Unternehmen das Ausland vor. Tiefere Kosten sind nicht der einzige Grund.

Legende: Audio Die Schweiz ist für Investitionen unattraktiv abspielen. Laufzeit 2:41 Minuten.
2:41 min, aus Rendez-vous vom 26.05.2017.
  • Eine Studie der Beratungsfirma EY kommt zum Schluss: In der Schweiz stagnieren die ausländischen Investitionen, während sie im restlichen Europa weiter zunehmen.
  • Ein Grund für die zurückhaltenden Direktinvestitionen ist die vergleichsweise teure Schweiz. Dazu kommen andere Unabwägbarkeiten, wie Experte Philip Robinson von EY sagt.

Internationale Grosskonzerne wie Google und Amazon oder Novartis und Nestlé investieren regelmässig ausserhalb ihres Heimlandes. Sie bauen Fabriken, Labors, Informatikbüros oder Vertriebsorganisationen.

Wenn es darum geht, solche Projekte anzulocken, hat Europa im Vergleich zur Schweiz die Nase schon seit mehreren Jahren vorn. «Wir sehen keine Trendwende und gehen weiterhin davon aus, dass die Direktinvestitionen nach Europa ansteigen», bilanziert Philip Robinson vom Beratungsunternehmen EY.

Starker Franken und ungeklärte Fragen

Doch warum ist die Schweiz mit ihrem stabilen politischen System, Rechtssicherheit, guten Fachkräften, tiefer Arbeitslosigkeit und verlässlicher Infrastruktur so unattraktiv für ausländische Firmeninvestitionen? All diese Faktoren spielen nach den Worten von Robinson immer noch mit, doch andere Staaten hätten in diesen Bereichen aufgeholt. Eher gegen die Schweiz sprächen der starke Franken, eine Rechtsunsicherheit bezüglich Steuern und das Verhältnis zu Europa.

Die Schweiz ist also unter anderem zu teuer für ausländische Unternehmen. Dazu kommen die Ungewissheit bei den Unternehmenssteuern sowie die Frage, wie sich das Verhältnis zu Europa weiterentwickeln wird.

Ende der Hängepartie nicht absehbar

Robinson geht allerdings davon aus, dass sich das Blatt auch wieder wenden kann. Wenn etwa ein Shared-Service-Center für Finanztätigkeiten mit 500 Angestellten in Osteuropa infolge der Automatisierung nur noch einen Zehntel des Personals brauche, könnten diese Arbeitsplätze womöglich wieder in die Schweiz zurückkommen.

Denn dann würden laut Robinson die hohen Lohnkosten in der Schweiz weniger stark ins Gewicht fallen. Noch ist das allerdings nicht zu beobachten.

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Heimberg (tomfly)
    Endlich eine gute Nachricht! Lieber etwas weniger Lohn, weniger Online-Wohlstands-Schrott kaufen, dafür mehr Platz, intaktere Umwelt, weniger Stau, weniger "verdichtet" wohnen, weniger Beton, mehr Zeit....
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Ende mit dem irren Wachstum - wir haben einzig die Selbstversorgung und Grundwerte zu erhalten - das Rad ist erfunden, wachsen muss die Ehrlichkeit - das einfache Leben ist wieder hochgeschätzt - die Exmanager gehen Ziegen hüten, weil sie erkannt haben, dass sie mit 10 und mehr Millionen kein besseres Leben besitzen. Also begreift es endlich, wir leben nicht zum Arbeiten -wir arbeiten um zu Leben ! Lieber max.1 bis 2 Kinder wie 4 und mehr, die später Arbeitslos sind. Lasst die Roboter schuften!
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  • Kommentar von Kurt Häfliger (kurto1956)
    Wenn trotz Lohndumping die CH zu teuer ist dann liegt ein grundsätzliches Problem vor. Es sind die exorbitanten Lohnexzesse im Management und die Aktionärsbedürfnisse, Kapital muss höher besteuert werden! Will man die PFZ kündigen so fallen die Bilateralen I, dann gute Nacht mit dem 57% Export! Das Handwerk auslagern produziert immer mehr Arbeitslose, heute schon -10%! 570`000 sind von Armut betroffen in der ach so reichen CH! Unsere Politiker sind Millionäre und unfähige Abzocker!
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