Schweizer Arbeitsmarkt entspannt sich leicht

Die Arbeitslosenquote ist in der Schweiz im April leicht gesunken. Auch die Jugendarbeitslosigkeit ging zurück. Im Vergleich zum Vorjahr sieht es allerdings noch immer nicht rosig aus – im Vergleich zu den EU-Ländern schon.

Legende:
Arbeitslosenquote nach Kantonen im April 2013
< 1.0 %
1.0 - 1.9 %
2.0 - 2.9 %
3.0 - 3.9 %
4.0 - 4.9 %
5.0 - 5.9 %

In der Schweiz hat sich die Lage am Arbeitsmarkt leicht entspannt. Die Arbeitslosenquote sank von 3,2 Prozent im März auf 3,1 Prozent im April.

Ende April waren insgesamt 135'851 Personen arbeitslos gemeldet – 3142 weniger als im März, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte. Die Zahlen fielen damit im Rahmen der Erwartungen aus.

Auf Stellensuche waren 190'367 Personen – 3857 weniger als im Vormonat. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen nahm nur leicht um 113 auf 16'135 zu.

Stabile Entwicklung

«Die Lage auf dem Bau zieht im Frühling jeweils wieder an. In der Gastronomie ist die Lage wegen der Zwischensaison im April zwar etwas schwieriger, dennoch hat sich die Arbeitslosigkeit durch saisonale Effekte insgesamt verbessert», stellte Oliver Schärli vom Seco fest.

«Die Lage auf dem Arbeitsmarkt spiegelt die Lage der Schweiz insgesamt», sagte Schärli. «Wir entwickeln uns stabil, spüren aber die Unsicherheit durch die Krisen in den Nachbarländern.»

Jugendliche haben es immer noch schwer

Im Vergleich zu 2012 ist die Arbeitslosigkeit nun aber bedeutend höher: Die Zahl der Arbeitslosen liegt 10,3 Prozent über jener des Vorjahresmonats (+12'693 Personen). Damals betrug die Arbeitslosenquote 2,8 Prozent.  

Dies spiegelt sich auch bei der Jugendarbeitslosigkeit wieder. Bei den 15- bis 24jährigen verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen im April zwar um 990 Personen (-5,3 Prozent) auf rund 17'800 Jugendliche. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies aber einem Anstieg um knapp 7 Prozent.

In den Sommermonaten wird die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen wohl etwas zunehmen, denn viele Schulabgänger werden noch keine Lehrstelle gefunden haben.

Europäische Länder schneiden schlechter ab

Stellt man die Schweiz in den europäischen Vergleich, zeigt sich ein positives Bild: Keines der EU-Länder verzeichnet eine tiefere Arbeitslosenquote. Die niedrigsten Werte wurden in Österreich (4,7 %) und Deutschland (5,4 %) registriert.

An der Spitze liegen Spanien (26,7 %) und Portugal (17,5 %). Aus Griechenland wurden im März keine Zahlen gemeldet.

Arbeitslosenquoten im europäischen Vergleich Die jüngsten Zahlen aus Europa (September 2013) zeigen, dass die Schweiz mit 3.0% (September 2013) eine tiefe Arbeitslosenquote ausweist. Die jüngsten Arbeitslosenzahlen aus Griechenland stammen aus dem Juli 2013.