Schweizer reisen öfter und weiter

Sommerzeit ist Reisezeit, auch für viele Schweizer. Klassische Destinationen wie Spanien und Italien sind immer noch hoch im Kurs. Aber seit ein paar Jahren steigt auch das Interesse an exotischeren Orten.

Eine Touristin liegt an einem von Palmen gesäumten Strand in Burma.

Bildlegende: Reiselustige Schweizerinnen und Schweizer wählen immer öfter Burma als Ferienziel. Keystone

Nach Burma, ins Land westlich von Thailand und südlich von China, reiste vor ein paar Jahren noch kaum ein Schweizer. Burma war touristisch noch nicht erschlossen. Das habe sich in den letzten Jahren geändert, sagt Anja Dobes, stellvertretende Mediensprecherin vom Reiseunternehmen Hotelplan. «Es ist noch lange nicht so, dass das Land eine wahnsinnige Infrastruktur zu bieten hat, aber es ist daran, sie aufzubauen. Es werden neue Hotels gebaut und es wird auch darauf geachtet, dass der Tourismus sanft vonstatten gehen kann.»

Länder im Osten immer gefragter

Nicht nur Burma sei immer gefragter bei den reiselustigen Schweizern, auch Länder in Osteuropa wie Russland, die Balkanstaaten, Tschechien, Polen oder Ungarn. Hotelplan hat deshalb dieses Jahr sogar einen eigenen Reisekatalog für Osteuropa herausgegeben.

Auch bei Kuoni heisst es, die Länder im Osten seien immer gefragter. Das Interesse an neuen Destinationen habe bei Schweizern in den letzten Jahren zugenommen, sagt Peter Brun, Kommunikationschef von Kuoni. «Die Schweizer reisen sehr viel, reisen immer öfter. Man macht mehrmals im Jahr Ferien.» Das bringe auch mit sich, dass die Raten für etwas weniger bekannte Destinationen steigen.

Am Beliebtesten bleiben Spanien und Italien

Die Nachfrage nach neuen Destinationen steigt, wenn auch auf tiefem Niveau. Nach wie vor gehen etwa 90 Prozent der Buchungen bei Kuoni immer noch aufs Konto der traditionellen Sommerdestinationen, schätzt Brun. Die beliebtesten Destinationen bleiben auch diesen Sommer die griechischen Inseln, Italien, die Balearen und die Kanarischen Inseln.