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Schweizer Start-ups Die Suche nach dem Goldesel

Acht von zehn Start-ups bleiben finanziell erfolglos – ein grosses Risiko für Investoren.

Legende: Video Auf der Suche nach dem Goldesel abspielen. Laufzeit 6:00 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 20.06.2018.

Start-ups – gerade in der Technologiebranche – brauchen oft viel Kapital und Zeit. Bis ihre Produkte marktreif sind, kriegen sie oft keine Anschubfinanzierung von Banken.

Deshalb suchen die Start-ups meist Geld bei sogenannten Risikokapital-Fonds. Ein solcher Fonds ist auch der Venture Incubator Fund.

Geäufnet wird dieser von grossen Playern der Schweizer Wirtschaft wie ABB, Novartis und Credit Suisse. Investment-Manager verwalten den Fonds.

Arnd Kaltofen ist ein solcher Spezialist, der verschiedene Start-ups unter die Lupe nimmt und entscheidet, wo eine Investition der Fonds-Gelder Sinn macht – und wo nicht.

Ein hoffnungsvoller Kandidat für eine finanzielle Unterstützung ist das ETH-Start-up Reflectus. Die Firma hat ein Gerät zur Früherkennung von Brustkrebs entwickelt.

Mit einem speziell ausgerüsteten Ultraschallgerät und innovativer Software können gut- und bösartige Tumore unterschieden werden, ohne dass Gewebeentnahmen oder Röntgenaufnahmen nötig wären, wie bei den bisherigen Verfahren.

Jedes Jahr 400 neue Startups im Medizinalbereich

Arnd Kaltofen ist angetan von der Entwicklung dieser Firma: «Ich bin sehr zuversichtlich über die Fortschritte, welche das Start-up erzielt hat. Nun können wir uns ernsthaft mit der Frage einer Finanzierung befassen».

Nicht immer stehen die Chancen so gut für ein Start-up, Geld aus dem Risikokapital-Fonds zu erhalten.

Pro Jahr kommen etwa 400 Jungunternehmen in der Medizinalbranche auf den Markt.

Davon wirklich interessant sind für Arnd Kaltofen nur etwa 40. Und schliesslich kriegen nur gerade etwa 10 Prozent dieser Firmen effektiv eine Finanzierung.

Eines der wenigen Start-ups, das diesen Schritt geschafft hat, ist die Firma Altoida. Sie hat eine App entwickelt für die Früherkennung von Risikopatienten für eine Alzheimer-Erkrankung.

Die Ärzte erhalten Rückschlüsse auf eine mögliche Gefährdung ihrer Patienten, unter anderem mit Feinmotorik-Tests, die auf einem Tablet oder einem Smartphone durchgeführt werden. So können sie rechtzeitig präventive Massnahmen gegen die Krankheit ergreifen.

Die Klinik Hirslanden in Zürich will diese App nun in einen Gesundheitscheck integrieren. Auch in den USA steht die App vor der Marktlancierung.

Für Investment-Manager Arnd Kaltofen ein Glücksfall: «Bei Altoida bin ich absolut überzeugt, dass die Firma enormes Potential für einen Grosserfolg auf dem Markt hat. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, nach einer Anschub-Finanzierung nun auch in einer zweiten Finanzierungsrunde mitzuwirken».

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