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Wirtschaft Schweizer Wirtschaftsmotor dreht langsamer

Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich reagiert auf die aktuelle Konjunkturschwäche. Sie hat ihre Schätzungen für das Wachstum der Wirtschaft im laufenden und im kommenden Jahr gesenkt.

Ineinandergreifende Zahnräder eines Wälzlagers
Legende: Die Räder der Wirtschaft drehen sich langsamer. Keystone

Die Schweiz kann sich der schwächelnden Wirtschaft in der Eurozone nicht entziehen: Das Land durchlaufe derzeit eine Periode relativ schwachen, aber stabilen Wachstums, schreibt die Konjunkturforschungsstelle KOF. Ihre Ökonomen korrigierten deshalb ihre BIP-Prognosen leicht nach unten. Vor allem das schwächere internationale Umfeld sei der Grund für die Korrektur, halten sie fest.

Neu rechnet die KOF für das laufende Jahr mit einem realen BIP-Wachstum von 1,7 Prozent. Im Sommer war sie noch von 1,8 Prozent ausgegangen. Für 2015 wurde die Prognose auf 1,7 Prozent gesenkt – von zuvor 2 Prozent.

Privater Konsum wächst langsamer

Neben dem Exportsektor entwickle sich auch die Binnenwirtschaft schwächer, argumentieren die Prognostiker. So werde der private Konsum im laufenden Jahr langsamer zunehmen als die Bevölkerung.

Die Konjunkturexperten gehen allerdings davon aus, dass sich dies im kommenden Jahr wieder ändern wird (+ 1,9 Prozent). Wachstumsraten wie in den Jahren 2012 und 2013 werden damit aber nicht mehr ganz erreicht.

Arbeitslosigkeit bleibt tief

Die Arbeitslosenquote werde sich in den kommenden Monaten derweil kaum verändern, und die Teuerung bleibe weiterhin tief, heisst es weiter. Konkret geht die KOF für 2015 von einer Arbeitslosigkeit von 3,1 Prozent und einer Teuerung von unter 1 Prozent aus.

Für ihre Prognosen hat sie ein Nein zur Ecopop-Initiative angenommen; hingegen seien die Folgen des Jas zur Masseneinwanderungsinitiative nicht vollumfänglich berücksichtigt, schreibt die KOF. Und erstmals wagt sie eine Prognose für übernächstes Jahr: 2016 soll das BIP wieder um 2,1 Prozent wachsen.

Schätzungen: Veränderung des realen BIP im Vergleich zum Vorjahr

20142015
Staatssekretariat f. Wirtschaft SECO+2,0%+2,6%
Schweizerische Nationalbank (SNB)+2,0%n.v.
Credit Suisse+2,0%+1,8%
USB+2,1%+2,4%
Raiffeisen+2,6%n.v.
Konjunkturforschungsstelle ETH (KOF ETH)+1,8%+2,0%
KOF ETH Consensus+2,1%+2,2%
BAK Basel+2,0%+2,3%
Economiesuisse+2,3%+2,0%
OECD+2,2%+2,8%

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8 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Darum ECOPOP JA - die einzige ökologische und soziale Lösung für die geschundene CH - Landschaft und den ab 50 hinausgemobbten Schweizer ,der mit einem Niederlohnmann aus dem Ausland ersetzt wird .
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    1. Antwort von Christian Schulthess, 8824 Schönenberg
      Mein Wirtschaftmotor ist stillgestanden. 51, Arbeitslos und schwere Depression. Ich bin ein dahinvegetierendes Beispiel wie Schweizer und deren Behörden mit einem Schweizer wie mir umgeht. I hate the Switzerland
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  • Kommentar von W.Ineichen, Luzern
    Wachstumsirrsinn: -- Ein Wachstum von jährlich 2% führt in 35 Jahren zu einer Verdoppelung, innert 70 Jahren zu einer Vervierfachung, innert 105 Jahren zu einer Verachtfachung und in 350 Jahren gar zu einer Vertausendfachung des BIP. Daran werden wir unweigerlich verrecken. Wir ersticken schon jetzt im Srassen-, Bahn- und Luftverkehr, im Abfallberg, in Betonwüsten. Ganz zu Schweigen von der Bevölkerungsexplosion. Aufhören! Und zwar jetzt! - Und ein fettes JA zu Ecopop.
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    1. Antwort von D. Müller, Olten
      Das BIP ist zwischen 1920 und 2008 im Schnitt 2.5% gewachsen. In den Jahren von 1950-1973 sogar 4.4% Schnitt. Überlebt haben die meisten. Zudem werden Sie so oder so zur gegebener Zeit verrecken. Ihr Kommentar bringt es nicht.
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  • Kommentar von W.Ineichen, Luzern
    Unglaublich, was diese Konjunturexperten sich anmassen zu prophezeien. BIP-Wachstum auf die Kommastelle genau! Wow! Sie beobachteten wahrscheinlich den Flug der Schwalben oder die Veränderung des Oberschenkelumfangs der Waldameisen über einige Monate. Bekanntlich ist ja auf solche Indikatoren Verlass. Hauptsache es glaubt jemand diese Scharlatanerie.
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