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Wirtschaft Sigg wird nach China verkauft

Mit Sigg wird ein Traditions-Unternehmen nach China verkauft. Haers Vacuum Containers übernimmt für 16,1 Millionen Franken die Firma, die in Frauenfeld (TG) Aluminiumflaschen produziert. Wie «Schweiz aktuell» berichtet, wurden die Mitarbeiter heute darüber informiert.

Legende: Video Auf Syngenta folgt Sigg abspielen. Laufzeit 2:09 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 04.02.2016.

Sigg , Link öffnet in einem neuen Fensterwurde mit seinen Schweizer Aluminium-Flachen bekannt, mittlerweile produziert das Unternehmen auch Flaschen aus Kunststoff und Stahl. Letztere werden bereits jetzt in China hergestellt.

Das Unternehmen beschäftigt weltweit 80 Mitarbeiter und hat Niederlassungen in Deutschland, Österreich und England. Am Firmensitz in Frauenfeld arbeiten 65 Angestellte in der Administration und Produktion.

Haers Containers übernimmt

Jetzt wird Sigg chinesisch, übernommen von der Firma Haers Vacuum Containers Co Ltd, Link öffnet in einem neuen Fenster., die selber Trinkflaschen produziert. Die Firma bestätigte in einer Börsenmitteilung, dass sie einen Aktienkaufvertrag mit Sigg eingegangen sei:

«Die Akquisition ist im Einklang mit der Internationalisierungsstrategie von Haers und ist ein wichtiger Schritt zur Beschleunigung der Expansion des Geschäftes mit hochwertigen Trinkflaschen. Es ermöglicht der Unternehmung eine international bekannte Produzentin von hochwertigen Trinkflaschen zu werden.»

In Frauenfeld sind die Mitarbeiter informiert worden. Sigg gehört seit 2003 der US-Beteiligungsgesellschaft The Riverside Company, Link öffnet in einem neuen Fenster, die Firmen aufkauft und gewinnbringend wieder verkauft.

Bis zum definitiven Abschluss des Vertrags will sich Riverside nicht äussern. Sigg-CEO Stefan Ludewig bestätigt aber gegenüber «Schweiz aktuell» die Unterzeichnung eines Aktienkaufvertrages über 16,1 Millionen Franken.

Chinesische Akquisitionen in der Schweiz

Firma
Branche
JahrTransaktionssummeKäufer
Gategroup*Flug-Verpflegung20161,4 Mrd. Fr.
HNA
SiggTrinkflaschenherstellung201616 Mio. Fr.
Haers Vacuum Containers
Syngenta*Agrochemie201643,7 Mrd. Fr.
Chem China
Mercuria (12 %)
Rohstoffhandel2016n. g.
Chem China
Krauss-Maffei (inkl. Netstal Maschinen)Maschinenbau2016925 Mio. EuroChem China
InfrontSportvermarktung20151 Mrd. EuroWanda
SwissportFlughafen-Dienstleistung20152,7 Mrd. Fr.HNA
WinGD (70 %)Schiffsmotorenbau201446 Mio. Euro CSSC
SwissmetalMetallverarbeitung2012n. g.
Baoshida
OC Oerlikon (Teile der Textilsparte)Textilbranche2012650 Mio. Fr.
Jinsheng
EternaUhrenindustrie2011n. g.
Citychamp





*Transaktion noch nicht vollzogenStand: 11.04.16

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21 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Wo bleibt unser Stolz und unsere Werte? Ich hoffe, die SVP wird sich wieder dafür einsetzen, dass der Bundesrat vom Volk gewählt werden kann. Alle vorgeschlagenen Politiker müssten sehr detailliert über ihre Vergangenheit und ihre Einstellung Auskunft geben.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Wenn alle Schweizer Firmen in Chinss Händen sind, wird die Gier Chinas nach den Banken streben: UBS, CS, dann nach und nach die Kantonalbanken. Und Schneider Ammann wird auch dann sagen, es lohne sich. Ja dann - gute Nacht Schweiz!
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Zum Neujahrsfest reisen die Chinesen nach Hause zu ihren Lieben. Darunter hat es - wie im "Heute Morgen" zu vernehmen war - Arbeiter, die zu einem Schindellohn von Fr. 800.-- Jobs verrichten, die niemand sonst verrichten würde. Ich denke da, unter menschenunwürdigen Bedingungen. Statt letztere zu verbessern und höhere Löhne zu bezahlen, kauft China wacker im Ausland ein, und fördert "dank" den Billiglohnbüezern die Wirtschaft. Shame China!
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    1. Antwort von Niklaus Bächler (parteilos!!)
      Ihr Kommentar zeigt mir, dass sie weit weg von den tatsächlichen Realitäten leben, Frau Zelger. Ein Lohn von CHF 800.00 / Mt ist weltweit gesehen ein sehr guter Lohn, verglichen mit dem CH Niveau natürlich nicht. Es zeigt mir aber auch, dass sie in einer Welt leben, in welcher sie sich nicht vorstellen können, wie es den meisten Menschen geht. Ich bin in Ländern tätig, in welchen die Arbeiter nicht einmal CHF 50.00 / Mt verdienen (also 16 x weiniger). Merken sie jetzt,in welchem Luxus sie leben?
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