Sika-Erbenfamilie verlangt nur noch Abwahl eines Verwaltungsrats

Kein Ende in der Übernahmeschlacht um den Baustoffhersteller Sika: Die Erbenfamilie verlangt neu nur noch die Abwahl eines Verwaltungsrates. Zuvor hatte sie die Abwahl von drei Mitgliedern des Verwaltungsrats verlangt.

Paul Hälg und Monika Ribar sollen Sika-Verwaltungsräte (VR) bleiben. Die Erbenfamilie begehre nur noch die Abwahl von Daniel Sauter. Dies teilte Sika mit.

Auf Antrag der Erbenfamilie hätte an der ausserordentlichen Generalversammlung (GV) am 24. Juni über die Abwahl von VR-Präsident Hälg und der Verwaltungsräte Ribar und Sauter abgestimmt werden sollen. Zudem hätte über die Wahl von Max Roesle als neuen Präsidenten entschieden werden sollen.

Verwaltungsrat, Management und Minderheitsaktionäre wehren sich gegen die geplante Übernahme durch Saint-Gobain. Die Sika-Erbenfamilie hatte 2014 beschlossen, ihren Aktienanteil an die Franzosen zu verkaufen.

Dafür wollte sie an der GV im April eigene Kandidaten in den Verwaltungsrat wählen lassen. Der Sika-Verwaltungsrat verhinderte dies, indem er die Stimmrechte der Erben begrenzte. Die Frage, ob dies zulässig war, muss vor Gericht entschieden werden. Bis dahin liegt die Übernahme auf Eis.