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Nach furiosem Börsenstart Snapchat-Aktien krachen in den Keller

Snapchat-Logo aus Post-its
Legende: Nach einem starken Börsenstart konnte Snapchat die Erwartungen im ersten Quartal nicht erfüllen. Reuters
  • Der Betreiber der populären Foto-App Snapchat hat enttäuschende erste Quartalszahlen nach dem Börsengang im März vorgelegt.
  • Die Aktie stürzte am Mittwoch nachbörslich um rund ein Fünftel ab, nachdem die Firma Snap die Erwartungen der Anleger enttäuscht hatte.
  • Auch beim Wachstum von Nutzerzahl und Umsatz verfehlte Snap die Analystenprognosen.

Das Unternehmen kam im ersten Quartal auf 166 Millionen täglich aktive Nutzer. Das waren acht Millionen mehr als im Quartal davor. Damit ging die seit Herbst andauernde Flaute beim Zustrom neuer Nutzer weiter.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar von knapp 39 auf 149,7 Millionen Dollar. Die Analysten hatten jedoch eher mit rund 158 Millionen gerechnet.

Die Aktie verlor nach den Zahlen zeitweise über 22 Prozent auf 17,88 Dollar. Snap war Anfang März mit einem Ausgabepreis von 17 Dollar an die Börse gegangen.

Fulminantes Wall-Street-Debüt

Beim Börsenstart am 2. März hatte Snap seine Aktionäre noch verzückt. Die zu 17 Dollar verkauften Papiere stiegen um bis zu 44 Prozent und am Tag darauf auf bis zu knapp 30 Dollar.

Es war einer der grössten Börsengänge in der Tech-Branche überhaupt. Am Ende des ersten Tages war Snap an der Börse rund 34,5 Milliarden Dollar wert – obwohl es rote Zahlen schreibt, nicht mit Gewinnen rechnet und Aktionäre kein Mitspracherecht haben. Mehrere Experten hatten denn auch vor und nach dem Börsengang Zweifel am Geschäftsmodell geäussert.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Georg Schneider (Merguez)
    ,,[...] war Snap an der Börse rund 34,5 Milliarden Dollar wert – obwohl es rote Zahlen schreibt, nicht mit Gewinnen rechnet und [...]''. Dieser Satz bezeichnet doch prima die Absurdität, zur der sich die Börse mittlerweile entwickelt hat.
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  • Kommentar von Severin Heck (Selber denken und prüfen)
    Das Problem bei allen Digitalen Technologien ist: Zum Entwicklen sind sie Aufwändig. 100 bis 1000 mal mehr Aufwändig als der Laie denkt. (daher sind Politiker (Laien) die Technik machen sind daher Bransgefährlich und ruinieren die Branche...) Da wird noch eine Riesige Blase platzen, denn, die Erwartungshaltung und Realität werden Zwangsläufig kollidieren. (für die ganze Erwartung gibt es nicht genug Fachkräfte, und die, die es gibt werden derzeit verheizt...)
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  • Kommentar von Severin Heck (Selber denken und prüfen)
    Die ganze I4.0 geschichte und 'Digitalisierung' der Gesellschaft und 'Selbstfahrende Autos' ist ein grosser Hoax der von Medien und Politischen Aktivisten unglaublich gepusht wurde. Und das Richtet derzeit enorm Schaden an. Weil suggeriert wurde, dass sich 'alles' von heute auf Morgen ändern würde. Das Selbstfahrende Auto wurde als Realität verkauft, Fakt: VW Markttauglich frühestens 2034, wer solche Projekte kennt: Es dauert doppelt bis dreimal so lange bis zur Markteinführung.
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