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SNB erhöht Leitzins
Aus Tagesschau vom 16.06.2022.
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SNB-Entscheid Schweizerische Nationalbank erhöht Leitzins auf -0.25 Prozent

  • Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hebt überraschend den Leitzins deutlich an auf -0.25 Prozent.
  • Damit wollen die Währungshüter dem inflationären Druck entgegenwirken, erklärte die SNB.
  • Für Sparerinnen und Sparer ist dies eine gute Nachricht, weil so Negativzinsen auf dem Sparkonto bald vorbei sein dürften.
  • Der SMI reagierte mit einem markanten Taucher auf die Zinserhöhung und der Franken ist deutlich erstarkt.

Es sei weiter nicht auszuschliessen, dass in absehbarer Zukunft weitere Zinserhöhungen nötig werden, so die SNB. Die straffere Geldpolitik soll verhindern, dass die Inflation in der Schweiz breiter auf Waren und Dienstleistungen übergreift.

Die Inflation hat in den vergangenen Monaten auch in der Schweiz deutlich angezogen – zuletzt lag sie im Mai bei 2.9 Prozent. Das heisst, im Jahresvergleich sind die Preise für Waren und Güter um fast 3 Prozent teurer geworden.

Bundesrat: «Ein starkes Signal»

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Bundesrat Guy Parmelin hat Verständnis für die Leitzinserhöhung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) geäussert. Wenn man zu spät interveniere, verliere man die Kontrolle über die Inflation, sagte der Wirtschaftsminister am Donnerstag gegenüber «Blue News».

Parmelin geht davon aus, dass die gestrige Leitzinserhöhung der USA eine Rolle für den Entscheid der SNB gespielt haben dürfte. «Ich denke, die Schweizerische Nationalbank hat die Situation genau analysiert», sagte Parmelin weiter. Ob der Schritt genüge und ob es allfällige Nebeneffekte gebe, werde man nun genau beobachten. Es sei jedenfalls ein «starkes Signal».

Die Schweizer Börse hat bereits auf die Ankündigung reagiert. Die Zinserhöhung führt zu einem markanten Taucher des Leitindex SMI. Um 9.45 Uhr notierte das wichtigste Kursbarometer um 2.34 Prozent tiefer auf 10'530.28 Punkten. Das ist so tief wie seit Dezember 2020 nicht mehr. Der Franken ist dagegen deutlich erstarkt.

Druck auf die SNB nahm in den letzten Monaten zu

Die Notenbank betonte ausserdem ihre Absicht, bei Bedarf weiterhin am Devisenmarkt zu intervenieren. Die SNB hatte 2021 für 21.1 Milliarden Franken Fremdwährungen gekauft.

Gleichzeitig passt die Nationalbank per 1. Juli 2022 den Freibetragsfaktor an, der zur Berechnung der vom Negativzins befreiten Sichtguthaben der Banken bei der SNB dient. Er wird von 30 auf 28 gesenkt.

Der Druck auf das dreiköpfige SNB-Direktorium, sich der steigenden Inflation in der Schweiz entgegenzustemmen und nach mehr als sieben Jahren Negativzinsen einen Kurswechsel vorzunehmen, hatte zuletzt zugenommen.

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US-Notenbank erhöht den Leitzins deutlich
aus HeuteMorgen vom 16.06.2022.
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Am Vorabend hatte die US-Notenbank Fed zum dritten Mal seit Beginn der Coronavirus-Pandemie den Leitzins erhöht. Durch die Erhöhung um 0.75 Prozentpunkte liegt er nun bei einer Spanne von 1.50 bis 1.75 Prozent.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wiederum will erst im Juli ihre Leitzinsen um 0.25 Prozentpunkte anheben. Diese wäre dann die erste Erhöhung seit über einem Jahrzehnt.

SRF 4 News, 16.06.2022, 10.30 Uhr;

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35 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Guten Abend liebe Community, vielen Dank für Ihre Beiträge. Für heute schliessen wir die Kommentarspalte und wünschen Ihnen eine gute Nacht. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Werner Vetterli  (KlingWe)
    Für mich sollen bitte die Spzialisten darüber entscheiden.
    Manchmal muten sich Laien doch etwas zu viel zu.
    Nicht aber dass im Nachgang noch ein paar Politiker nachkommen, mit ihren immer so glorreichen Ideen und Argumenten.
  • Kommentar von Francis Waeber  (der sich 'nen Wolf lacht)
    Nicht mehr, nicht weniger - und ein viel zu spät eingeleiteter "Reinigungsprozess", für die seit Jahrzehnten masslos "überhitzen" Kapitalmärkte. Auf die Gegenstimmen aufgrund der "zu starken" Währung gab's zu "Grossvaters Zeiten" eine ziemlich gute Antwort; QUALITÄT! Aber diese in der heutigen Politiklandschaft wiederherzustellen ist - falls überhaupt möglich - eine Herkulesaufgabe. "Klientel-Bürgerlich" sowie "Quoten-Venus" kriegt's ja quod erod demonstrandum definitiv nicht "gebacken".....;-))