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Wirtschaft SNB-Reserven auf halbe Billion angeschwollen

Die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind im Dezember gestiegen, und zwar deutlich: um über 30 Milliarden auf fast 500 Milliarden Franken. Aus zwei Gründen.

Legende: Video Devisenreserven der SNB stark gestiegen abspielen. Laufzeit 02:01 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.01.2015.

Der Wert der Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist im Dezember deutlich gestiegen. Per Ende des Berichtsmonats lag er bei 495,1 Milliarden Franken. Ende November waren es noch 462,7 Milliarden gewesen.

Damit sind die Fremdwährungsreserven der Nationalbank seit längerer Zeit zum ersten Mal wieder deutlich angewachsen. Dahinter stecken gleich mehrere Gründe: Zum Einen ist der Dollar stärker geworden – auch im Verhältnis zum Franken. Das hat zur Folge, dass die Dollar-Reserven der Nationalbank an Wert zugelegt haben.

Flucht in sicheren Franken-Hafen

Zum Anderen haben die Schweizer Währungshüter auch Fremdwährungen hinzugekauft. Denn in den letzten Wochen flohen vermehrt Anleger mit ihrem Geld in den als sicher geltenden Schweizer Franken. Der Franken wurde dadurch gefährlich stark.

Der Euro-Franken-Kurs geriet entsprechend unter Druck und kam der von der Nationalbank festgelegten Untergrenze von 1.20 Franken pro Euro extrem nahe. Die SNB, die diesen Mindestkurs mit aller Kraft verteidigen will, sah sich gezwungen, erneut Fremdwährungen, vor allem Euro, aufzukaufen und Franken zu verkaufen.

Die SNB hatte kurz vor Weihnachten Negativzinsen eingeführt und dabei bestätigt, dass sie zuvor wieder am Devisenmarkt habe eingreifen müssen. Wie stark sie intervenierte – das heisst, für wie viele Milliarden Franken sie im Dezember Devisen aufkaufen musste – ist nicht bekannt. Zu den Details schweigt die SNB.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Sascha Schulthess, Guadalajara
    Die Nationalbank wird einen Gewinn schreiben. Wie haben sie das gemacht? Gute Arbeit die frage bleibt wie. Viele Währungen sinken, auch der Franken (künstlich) Der Dollar hat im gegensatz zum Franken um ein fünftel zugelegt zum MXN nur etwa 5 Prozent. Die Mexikanische Wirtschaft wächst zwar ist aber sehr instabil und schwankt. Die SNB hat entweder sehr klug gearbeitet oder sehr Mafia mässig.
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  • Kommentar von Roman Loser, Embrach
    Also, liebe Kantone, Hut hinhalten!
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  • Kommentar von M. Roe, Gwatt
    War der Vorschlag der SVP mit der Goldinitiative doch das, was man hätte befolgen sollen. Vielleicht kann die Bank dies jetzt noch nachholen, bevor man den 1.20-Kurs nicht mehr halten kann. Ich habe immer gesagt, auch die Bänker der SNB sind nur Menschen wie alle andern "Spekulanten". Dass man diese nicht einfach ohne Grenzen spekulieren lassen sollte, sollte jedem einleuchten. Niemand hat die Weisheit mit dem Löffel gegessen.
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    1. Antwort von Hans Vader, Luzern
      Die Goldinitiative hätte einiges richten können, aber da wird definitiv nichts freiwillig gemacht. Es bleibt zu hoffen, dass man bis zur Vollgeldinitiative irgendwie durchkommt um dann endlich richtige Reformen durchzuführen.
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