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Wirtschaft So hat die UBS den Libor manipuliert

Mitarbeiter der UBS haben jahrelang den Libor-Zinssatz manipuliert. Höhere Boni, höhere Gewinne und bessere Kreditwürdigkeit – das waren einige Gründe für die illegalen Machenschaften. Was passierte da eigentlich? Eine Erklärung in fünf Schritten.

  1. Der Libor-Zinssatz ist ein Referenzzins. Er wird täglich neu berechnet. Der britische Bankenverband (BBA) ermittelt bei 16 Banken, zu welchem Preis sie sich Geld von anderen Banken leihen. Es werden nur Einschätzungen abgefragt, keine Daten aus tatsächlich erfolgten Geschäften. Aus diesen Informationen wird ein Durchschnittszinssatz errechnet: der Libor (London Interbank Offered Rate).
  2. Der Libor ist Basis für weltweite Geldgeschäfte. Banken vergeben Kredite an Unternehmen oder Hypotheken zu variablen Zinsen. Diese sind an den Libor oder an ein Pendant – z. B. den Euribor – gekoppelt.
  3. UBS-Händler haben sich mit Kollegen abgesprochen – bankintern, aber auch mit den Kollegen anderer Banken in der Welt. Drehscheibe war die Niederlassung in Tokio. Via Chat oder E-Mail sorgten die Händler dafür, dass der Libor erhöht oder gesenkt wird.
  4. Mit ihren Absprachen manipulierten die Händler den Zinssatz weltweit. Warum taten sie das? Die Eigenhandelspositionen der UBS wurden besser dargestellt, als sie waren. So wuchs die Kreditwürdigkeit. Und damit der Gewinn der Bank.
  5. Schon kleinste Manipulationen des Libors führten zu Millionengewinnen. Und die Händler erhielten höhere Boni.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Rudolf R Blaser, Aeschi
    Wenn 16 Banken im LIBOR Skandal involviert waren, dann KANN ES JA NICHT SEIN, dass nur UBS alleine angeklagt wird. Gegen City of Landon, Singapore, Delaware und Florida ist UBS NUR KLEINER FISCH. Nach gesundem Menschenverstand sind $, € und £ dem Untergang geweiht. Wie kann sich die UBS nach solch gigantischen Verlusten noch in diesen Räumen engagieren? Diese Räume werden wegen ihren Schuldzinsen, welche sie nicht mehr bedienen können, ganz sicher IN DEN UNTERGANG ABSCHMIEREN.
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  • Kommentar von N.Held, Luzern
    Das verzinste Geldschuldsystem ist eines der grössten Übel dieser Welt. Es ist ein parasitäres System, von dem nur wenige Vampire profitieren. Es blockiert die freie Entfaltung von Kreativität, Freiheit, Harmonie und Vielfalt. Es hindert die Menschheit an ihrer eigentlichen Entwicklung. Es gibt Alternativen, u.a. die Thesen von Prof.Franz Hörmann. Bitte auf YouTube und Google recherchieren. Es lohnt sich!
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    1. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      Prof. Hörmann wurde mit fadenscheinigen Argumenten von seinem Lehrstuhl enthoben. Ein zu unbequemer Ökonom, welcher es wagt, das heutige Geldsystem als das zu entlarven was es ist.
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