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Wirtschaft So viel kostet ein Café Crème

Kein Heissgetränk wird schweizweit so oft bestellt wie Café Crème. In der Deutschschweiz kostet die Tasse aktuell 4,16 Franken. Zwischen den Kantonen und Städten gibt es aber grosse Preisunterschiede.

Legende:
Preis Café Crème im Vergleich (2014) CafetierSuisse hat 350 Kaffeeanbieter in der deutschsprachigen Schweiz befragt. CafetierSuisse

4.16 Franken: So viel kostete der Café Crème dieses Jahr im Schnitt in der Deutschschweiz. Im vorigen Jahr wurde der Café im Schnitt noch 3 Rappen günstiger serviert. Damit ist der Preis in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Preissprünge gab es vor allem bei Wirtewechseln oder Betriebsübergaben.

Während der Preis für ein Café Crème in Hotspots wie Zürich, Winterthur, St. Gallen und Zug nicht merklich stieg, gab es in den ländlichen Gegenden tendenziell einen Preisschub.

Die Unterschiede zwischen Stadt und Land bleiben aber nach wie vor markant: Während der Kunde in der Stadt Zürich im Schnitt 4,38 Franken zahlt, legt der Kaffeeliebhaber im Kanton Bern 3,92 Franken für das Heissgetränk hin. Damit ist Bern die einzige der erfassten Regionen, in der ein Café Crème im Mittel noch weniger als 4 Franken kostet.

Preis wird steigen

Johanna Bartholdi vom Branchenverband Cafetiersuisse rechnet auch künftig mit Preissteigerungen beim Kaffee: «Rund 50 Prozent der Betriebe haben seit über drei Jahren keine Preisanpassungen mehr gemacht. Diese haben einen Nachholbedarf.»

Die grössten Kosten verursachen in den Schweizer Gastrobetrieben die Löhne der Mitarbeitenden. «Sie machen bei den Betrieben nahezu 50 Prozent vom Umsatz aus», so Bartholdi. Der Rohkaffeepreis spielt demnach eine untergeordnete Rolle und hat wenig Auswirkungen auf den Café Crème im Restaurant.

Eine Entwicklungsmöglichkeit sieht Bartholdi vor allem in der Spezialisierung der einzelnen Betriebe: «Nur noch Betriebe mit qualitativ hochstehendem Kaffee können ihren Umsatz steigern.» Anbieter von herkömmlichem Kaffee hätten wenig Aussicht auf Wachstum.

Hoher Schweizer Kaffeekonsum

Trotz der stetigen Preissteigerungen der letzten Jahre gehören die Schweizer zu den fleissigsten Kaffeetrinkern: Sie sind weltweit an vierter Stelle, hinter Finnland, Österreich und Norwegen. Der grösste Teil – nämlich 75 Prozent – des in der Schweiz konsumierten Kaffee wird auch hier geröstet.

36 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Vontobel, Bar
    Wenn ich den Kaffee zuhause trinke, bleibet mir genügend Geld um am Abend einer hübschen Frau ein Cupli zu offerieren.
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  • Kommentar von Charles Halbeisen, Bronschhofen
    Ich war in Polen einmal in einem 3 Stern Hotel. Die hatten nicht einmal eine Kaffee-Maschine. Es gab nur einen wässrigen Instant-Kaffee. Das erlebt man in der Schweiz nicht, dass der Kellner einen Löffel Kaffee-Pulver in die Tasse gibt und dann heisses Wasser darüber giesst. Und kostet umgerechnet auch noch 2 Franken. Da können wir in der Schwez mit dem Kaffee zufrieden sein.
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  • Kommentar von Manuela Maruhn, Düren
    Zu empfehlen ist der Kaffee in Bern. Die freundliche sowie ehrliche Art, in der Laupenstrasse 5 , geben Garantie für Genuss und ein angenehmes Ambiente. Preislich gesehen, kann die Hälfte des oben genannten Buget entrichtet werden. Ein Mindestmaß an Verständnis sowie Humanität kann konstruktiv wirken.
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