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Wirtschaft Spanische Wirtschaft wächst – die Armut auch

Spanien stand vor zwei Jahren finanziell am Abgrund. Strukturreformen und ein harter Sparkurs brachten die Wende. Doch noch ist nicht alles Gold, was glänzt.

Bettler in Bilbao.
Legende: So wie diesen Bettler in Bilbao haben Wirtschaftskrise und Rezension viele Spanier um ihr Hab und Gut gebracht. Keystone

Die Reformen haben in der spanischen Gesellschaft zu tiefgreifenden Veränderungen geführt. Denn Niedriglohn-Arbeiter und Arbeitnehmer mit kurzfristigen Verträgen haben die Hauptlast der Gehaltskürzungen getragen. Damit entstand in Spanien eine neue Unterschicht.

Laut IWF öffnete sich die Lohnschere in keinem EU-Staat so stark wie in Spanien. Dies hat bereits zu sozialen Spannungen geführt und zuletzt wegen des harschen Sparkurses der Regierung auch zu Strassenschlachten.

Konkurrenz droht aus Marokko und der Türkei

Nach zwei Rezessionsjahren dürfte Spaniens Wirtschaft 2014 zwar wieder um ein Prozent wachsen, in den Jahren zuvor war sie allerdings um sieben Prozent geschrumpft.

Kritiker warnen, dass Spanien wegen der sinkenden Löhne zu sehr auf Export-Erfolge schielt und zu wenig den Konsum und Investitionen fördert. Ökonomen bezweifeln ohnehin, dass Spanien auf den Weltmärkten langfristig mit seinen Produkten gegen noch billigere Waren aus der Türkei und Marokko mithalten kann.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Auch in diesem Land hinterlässt die Boden- und Immobilienspekulation ein Trümmerhaufen mit Bankrotten Banken, ein überschuldeter Staat,viel unverschuldete Armut und viel angehäuftem leistungslosem Vermögen. Boden als Geldanlage führt früher oder später immer zur Katastrophe.
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  • Kommentar von Edi Steinlin, 8903 Birmensdorf
    Nachdem Spanien, genau wie andere Südländer jahrzehntelang über seine Verhältnisse gelebt hat ist diese Armut das Resultat. Wo sind die fordernden Gewerkschaften die kräftig mithalfen das Land in die Schuldenfalle zu treiben ? Nicht zu reden von der Korruption in diesem Land und keine einzige Verurteilung diesbezüglich.
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Doch noch ist nicht alles Gold, was glänzt. Wie wahr und dennoch scheint es niemand wirklich wahr haben zu wollen.
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