Spiele-Pionier Atari ist pleite

Es hat die Anfänge der Computerspiele-Industrie geprägt: Jetzt stellte das Unternehmen einen Insolvenzantrag. Und will so den Weg aus der Krise finden.

Ein Mann sitzt vor einem Computer und spielt ein Atari-Game.

Bildlegende: 1972 fing Atari mit Spielautomaten an. Später war die Firma ein Pionier im Spielkonsolen-Markt und bei Heimcomputern. Keystone

Atari kämpfte nach der Blütezeit in den 80er Jahren schon lange mit Problemen. Nun zieht das Unternehmen die Notbremse. Unter Schutz vor seinen Gläubigern will es sich nun sanieren. Dafür reichte es in den USA einen Insolvenzantrag ein.

Das Ziel sei, das US-Geschäft von der französischen Mutterfirma abzutrennen und mit dem Geld neuer Investoren eigenständig fortzuführen, berichteten die «Los Angeles Times» und die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Geld für Projekte fehlte

Hintergrund des Insolvenzantrags ist auch die Trennung vom bisherigen Geldgeber BlueBay Asset Management, wie die «Los Angeles Times» berichtete. Eine Kreditlinie über 28 Millionen Dollar ist zum Jahresende 2012 ausgelaufen und damit stand Atari ohne Geld für die Weiterentwicklung laufender Projekte da. Versuche, schnell frische Mittel aufzutreiben, scheiterten.

Die Zukunft von Atari soll nun unter anderem in mobilen Spielen liegen. Fünf Millionen Dollar sind für die Fortführung des Geschäfts bereits gesichert, hiess es in dem Bericht weiter. Atari stellt schon lange keine eigenen Spielekonsolen mehr her, sondern entwickelt nur noch Games.