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Mehr Chinesen auf die Pisten St. Moritz will die Gunst der Stunde nutzen

Erstmals berichtet Chinas Staatsfernsehen im Ausland über eine Ski-WM. Das freut nicht nur die Fans im fernen Peking.

Legende: Audio So begeistert man Chinesen für den Skisport abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
01:52 min, aus HeuteMorgen vom 18.02.2017.

Wenn es an der Ski-WM in St. Moritz um die Medaillen geht, machen das die Europäer und Nordamerikaner stets unter sich aus. Doch es fahren auch Athleten aus Ländern, die nicht als Ski-Nationen bekannt sind, zum Beispiel Chinesinnen und Chinesen.

Dass an dieser WM erstmals auch der chinesische Staatssender China Central Television (CCTV) mit einem Team vor Ort ist, liegt an der Tourismusorganisation Engadin St. Moritz. Tourismusdirektorin Ariane Ehrat geht davon aus, dass dank der Ski-WM und der Kooperation mit CCTV die jährlich gut 10'000 Logiernächte mit chinesischen Gästen anwachsen werden, und zwar um 20 bis 25 Prozent.

Wir rechnen mit 20 bis 25 Prozent mehr Logiernächten von chinesischen Gästen.
Autor: Ariane EhratTourismusdirektorin Engadin St. Moritz

Heute besuchen die Chinesen auf ihrer Tour durch Europa meist Luzern und Interlaken. In Zukunft sollen sie dank der Marketing-Kampagne vermehrt auch im Engadin Halt machen. Ehrat setzt auf jene, die nicht nur schnell durch die Region huschen, sondern im Minimum zwei Nächte bleiben: «Der chinesische Gast gibt im Schnitt etwa gleich viel aus wie unsere Gäste aus Europa», stellt Ehrat fest.

Millionen potenzielle Skibegeisterte am Start

Das Potenzial für den Skisport ist angesichts der chinesischen Bevölkerungszahlen riesig. Schon heute betreiben vier bis fünf Millionen Menschen in China den Wintersport und damit mehr als in der Schweiz. Bis zu den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking will die Regierung die Zahl nochmals deutlich erhöhen.

Aus diesem Grund habe sich das Staatsfernsehen für die Engadiner Marketing-Offensive einspannen lassen, sagt Xia Chen von der Schweizer Promotions-Firma Generis, die das chinesische Fernsehteam betreut: Dieses interviewt regelmässig chinesische Skirennfahrer im Zielraum, berichtet über Fans – und das Engadin.

Wenn wirklich viele kommen, wird St. Moritz Probleme haben, alle aufzunehmen.
Autor: Xia ChenSchweizer Promotionsfirma Generis

«Wenn CCTV von hier täglich News und Live-Übertragungen liefert, wird diese Sportart sicher bekannter werden», betont Xia Chen. Sie ist überzeugt, dass das Engadin im Fall einer erfolgreichen Kampagne vor neue Herausforderungen gestellt wird: «Wenn wirklich viele kommen, wird St. Moritz Probleme haben, alle aufzunehmen.»

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    St. Moritz war in den besten Zeiten als Ort/Marke Luxus und Exklusivität. Um an der Spitze erfolgreich zu sein, gehört eine ständige kritische Analyse dazu. Massentourismus können andere aus diversen Gründen weit besser. Das A und O ist guter, individueller Service von motivierten, sympathischen Fachkräften. Überheblichkeit kommt bei den Wenigsten gut an. Die Klientel, so unterschiedlich sie ist, soll sich wohlfühlen. Das ist anziehend für Stamm- und Neubesucher in diesem Sektor.
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  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    Wenn die tatsächlich kommen, dann muss das Engadin und alle Schweizer Hotels vor allem im Service nochmal kräftig aufrüsten, da hinkt Europa zurzeit meilenweit hinter chinesischen Luxushotels hinterher.
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  • Kommentar von Paul Soltermann (ps)
    Man sollte die Chinesen nicht wie Auslaender, sondern wie Freunde behandeln ... und sie nicht dazu zwingen Fondue zu essen.
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