Zum Inhalt springen

Stadler Rail Peter Spuhler bald nicht mehr CEO

Legende: Video «Peter Spuhler tritt als Konzernchef zurück» abspielen. Laufzeit 0:56 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.09.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Peter Spuhler tritt als Chef des Schienenfahrzeugherstellers Stadler Rail zurück.
  • Er übergibt die operative Leitung per Anfang nächsten Jahres an Thomas Ahlburg.
  • Spuhler konzentriere sich nach 30 Jahren als Chef auf das Amt des Verwaltungsratspräsidenten, teilte Stadler mit.
Spuhler in der der Produktionshalle vor einem Zug.
Legende: Stadler-Hauptaktionär Spuhler tritt etwas kürzer und kümmert sich künftig vor allem um Strategie und Kundenpflege. Keystone

Im neuen Amt werde sich Spuhler auf Strategie, Übernahmen und Kundenpflege von Stadler Rail konzentrieren, hiess es weiter. Die Anpassung der Führungsstruktur sei von langer Hand geplant gewesen. Der Alt-SVP-Nationalrat bleibt mit 80 Prozent Aktienanteil Haupteigentümer des Schienenfahrzeugherstellers.

Kleine Firma zu grossen Erfolgen geführt

Der 58-Jährige Spuhler hatte die Thurgauer Firma 1989 für ungefähr 4,5 Millionen Franken gekauft. Damals zählte das Unternehmen 18 Mitarbeiter. Heute sind es über 7000. Dieses Jahr hat das Unternehmen sein 75-jähriges Bestehen gefeiert.

Spuhler orchestrierte ab Mitte der 1990er-Jahre mehrere Übernahmen, wovon eine es dem Ostschweizer Fahrzeugbauer ermöglichte, in die Produktion von Strassenbahnen und U-Bahnen einzusteigen.

700 Angestellte zählte das Unternehmen im Jahr 2002, der Umsatz betrug damals 300 Millionen Franken.

2004 startete Stadler Rail dank den neuen Regionalzügen FLIRT auf der Schnellspur durch: Der Umsatz stieg auf mehr als 550 Millionen Franken, die Zahl der Mitarbeitenden auf 1100. Zudem expandierte das Unternehmen ins Ausland. 2007 knackte Stadler Rail beim Umsatz erstmals die Milliardengrenze.

Neues Kapitel mit Hochgeschwindigkeitszügen

Ein Jahr später kam der doppelstöckige Intercity-Zug KISS zur Produktepalette hinzu. Einen Rückschlag erlitt das Unternehmen 2010, als die SBB einen Grossauftrag nicht an Stadler Rail, sondern an den kanadischen Zughersteller Bombardier vergab.

Mit den Hochgeschwindigkeitszügen Giruno, von welchen im Mai das erste Exemplar aus einem Stadler-Werk rollte, ist die Firma inzwischen in ein neues Kapitel in ihrer Firmengeschichte eingestiegen. Davon erhofft sich das Unternehmen, das im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 1,76 Milliarden Franken erwirtschaftet hat, einen weiteren Wachstumsschub.

7 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Verena Casagrande (Verena Casagrande)
    Dazu kann man nur eines schreiben: Ein solcher Mann hätte in die Regierung gehört und nicht solche die nicht wissen was Arbeit (nicht nur Provisionen verteilen) heisst! Regierungen die nur Vorschriften und Vorlagen fabrizieren die nur Kosten und und nichts bringen haben wir ja genug.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Herzlichen Dank Herr Spuhler für alles und ich wünsche ihnen noch viel Erfolg in ihrer Tätigkeit als Verwaltungsrat. Ihre Weitsicht und ihr Durchhaltevermögen war und ist ein echtes schweizer Markezeichen. Es lebe die Stadler Rail und trage den Namen in die ganze Welt hinaus.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Wer die 30 Jahre seines Erfolges etwas näher kennt und mitverfolgte, weis, was dieser CEO Peter Spuhler mit dem Werk "Bahnbau-Stadler" aufgebaut und geleistet hat! Nun übergibt er den Taktstock einem Nachfolger. Wir können jetzt ernsthaft hoffen, dass er bei einem Rücktritt eines SVP-Bundesrates, als Kandidat zur Verfügung stehen wird! Solche Leute braucht unser Land (nicht nur Nicker und Geldverteiler!)!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Werner Christmann (chrischi1)
      ich gebe ihnen weitgehend recht Herr Bolliger. Der einzige Wermutstropfen ist, und der wiegt für ziemlich schwer, dass auch Spuhler so ziemlich alles für die EU tun würde, arbeiten doch von den 7000 Mitarbeitenden lediglich 1700 in der Schweiz.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Besser Spuhler bietet 1700 Arbeitsplätze in der Schweiz an als gar keine.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Werner Christmann (chrischi1)
      ach Herr Planta, auch Spuhler ist kein Heimatschützer. Sollten sich im Ausland noch billigere Produktionsplätze anbieten sind dann auch noch diese Arbeitsplätze weg. Da können sie darauf wetten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Es gibt Leute die sind stets Unzufrieden und haben immer etwas zu meckern, Traurig! Herr Spuler machte einen tollen Job und für das kann man Ihm nur Gratulieren und ihm das beste auf seinem weiteren Lebensweg wünschen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen