Starker Franken belastet Detailhändler weiter

Die Schweizer Einzelhändler haben im Juni zwar mehr Umsatz generiert als noch im Vormonat. Doch die Preissenkungen wegen den niedrigen Euro-Preisen im Ausland wiegen noch immer schwer.

Währungsrabatt-Schild

Bildlegende: Viele Schweizer Detailhändler gewähren ihren Kunden derzeit Rabatte – als Reaktion auf die tiefen Preise im Ausland. Keystone

Die Schweizer Einzelhändler haben im Juni weniger umgesetzt als ein Jahr zuvor. Vergleicht man die Anzahl der Verkaufstage, so sanken im Jahresvergleich die Umsätze um 2,8 Prozent. Das zeigen die Zahlen des Bundesamts für Statistik.

Anpassung an tiefe Euro-Preise

Grund für diesen Umsatzrückgang sind Preissenkungen der Detailhändler, mit denen sie nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar auf die niedrigen Preise im nahen Ausland reagierten.

Die Auswirkungen des Entscheides sind im Jahresvergleich nach wie vor sichtbar. So verbuchte etwa der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren eine Abnahme der nominalen Umsätze von -1,3 Prozent gegenüber dem Juni 2014.

Monatliche Veränderung positiv

Erfreulich hingegen: Gegenüber dem Vormonat legten im Juni die Detailhandelsumsätze nominal um 1,4 Prozent zu. Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verzeichnete hier einen nominalen Umsatzanstieg von 0,8 Prozent. Der Nicht-Nahrungsmittelsektor registrierte ein Plus von 1,9 Prozent.