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Stetiger Anstieg Immer mehr Elektrofahrzeuge auf Schweizer Strassen

  • Die Anzahl Elektroautos, die in der Schweiz zugelassen werden, stieg letztes Jahr erneut an.
  • Von den 2021 neu zugelassenen Personenwagen hatte gut jedes fünfte einen Elektro- oder Hybridmotor.
  • Beim CO2-Ausstoss wurden die Zielwerte indes überschritten, sowohl bei Autos wie auch bei Lieferwagen und leichten Sattelschleppern.
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Archiv: Grosse Unterschiede bei kleinen E-Autos
Aus Kassensturz vom 14.06.2022.
abspielen. Laufzeit 8 Minuten 28 Sekunden.

22.5 Prozent der 2021 neu zugelassenen rund 243'000 Personenwagen waren elektrisch aufladbar, schreibt das Bundesamt für Energie (BFE). Noch 17.4 Prozent hatten einen Dieselmotor. 2020 lag der Anteil der neu zugelassenen Elektroautos noch bei rund 14 Prozent und jener der Dieselfahrzeuge bei knapp 24 Prozent.

Zudem wurden rund 28'000 Lieferwagen und leichte Sattelschlepper neu zugelassen, knapp vier Prozent mehr als im Vorjahr, aber 17 Prozent weniger als 2019. Damals seien – mit Blick auf die 2020 eingeführten Emissionsvorschriften – die Lager geleert worden, merkte das BFE an. Knapp 86 Prozent der Nutzfahrzeuge waren Dieselfahrzeuge und 5.5 Prozent (2020: 2.7 Prozent) hatten einen Elektroantrieb.

Zielwerte für CO2-Ausstoss überschritten

Dennoch überschritten die neuen Fahrzeuge insgesamt die Zielwerte für die Treibhausgas-Emissionen. Diese liegen bei 118 Gramm pro Kilometer für Personenwagen und von 186 Gramm pro Kilometer für Lieferwagen und leichte Sattelschlepper. Im Mittel schied aber jeder neue Personenwagen 129.8 Gramm CO2 pro Kilometer aus.

In der Kategorie Lieferwagen und leichte Sattelschlepper waren es 217.2 Gramm CO2 pro Kilometer. Das BFE meldete deshalb im vergangenen Jahr Sanktionen im Umfang von rund 28.1 Millionen Franken für Personenwagen und rund 9.4 Millionen Franken für Lieferwagen und leichte Sattelschlepper.

35.8 Millionen Franken Abgaben

Netto spülten die Abgaben 35.8 Millionen Franken in die Kassen; das Geld geht an den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds. Gemäss Auto Schweiz, der Vereinigung der Schweizer Automobil-Importeure, waren die Strafbeträge des vergangenen Jahres viel tiefer als die 2020. Dies belegt laut dem Verband «die grossen Erfolge» der Branche im Bemühen um tiefere Emissionen von neuen Autos und die Zunahme von Elektrofahrzeuge.

Die dem Verband angeschlossenen Importeure hätten bei den Personenwagen den Zielwert eingehalten, schrieb der Verband aufgrund von eigenen Berechnungen.

CO2-Emmissionen erstmals mit neuem Verfahren

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Für die Feststellung der CO2-Emissionen von Fahrzeugen wurde 2021 erstmals das WLTP-Verfahren («World Light Vehicles Test Procedure») verwendet und die Zielwerte entsprechend nach oben angepasst. Die Werte von WLTP sind rund 20 Prozent höher und damit laut dem BFE realistischer als die bisher verwendeten Daten.

Damit der Anteil Elektrofahrzeuge weiter steigen könne, müsse «zügig» die Infrastruktur zum Laden aufgebaut werden.

Kassensturz, 14.6.2022, 21:05 Uhr;

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