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Steuerbetrug in Luxemburg Luxemburg muss von Amazon 250 Millionen Steuern zurückfordern

Legende: Video Teure Steuerrechnung für Amazon abspielen. Laufzeit 0:27 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 04.10.2017.
  • Die EU-Kommission verdonnert Amazon wegen illegaler Vergünstigungen in Luxemburg zu einer Steuernachzahlung von 250 Millionen Euro.
  • Luxemburg habe dem Online-Händler unzulässige Vorteile in dieser Höhe eingeräumt, teilte die EU-Kommission mit.
  • Das ist nach den EU-Beihilfevorschriften verboten, weil Amazon dadurch wesentlich weniger Steuern zahlen musste als andere Unternehmen.
  • Die EU-Wettbewerbshüter gehen juristisch auch gegen den Steuerdeal von Apple in Europa vor.

Amazon habe in Luxemburg unlautere Steuererleichterungen von rund 250 Millionen Euro erhalten, sagte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Das Land müsse die als rechtswidrig eingestufte Beihilfe nun zurückfordern. «Fast drei Viertel der Gewinne von Amazon wurden nicht versteuert», so Vestager.

Mit der Entscheidung der Kommission endet eine drei Jahre lange Untersuchung. Im Mittelpunkt stand dabei, ob Amazon mit einem luxemburgischen Steuerentscheid aus dem Jahr 2003 in unfairer Weise begünstigt wurde.

Druck auf Apple steigt

Gleichzeitig macht die EU im Fall von Apple Druck: Die Brüsseler Behörde verwies den prominenten Apple-Steuerfall an die Justiz. Irland habe anders als von der Kommission 2016 entscheiden, 13 Milliarden Euro an unrechtmässigen staatlichen Beihilfen noch nicht von Apple zurückgefordert. Deshalb gehe die Sache an den Europäischen Gerichtshof.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Tim Buesser (TimBue)
    Vor nur 4 Tagen an gleicher Stelle: EU-Kommission mache sich dafür stark, mit ihren "Wirtschaftsförderern" in Brussel's Beamten Apparat internationale Internet Software Unternehmen und Konzerne in die EU zu locken. MIt was wohl wenn nicht EU Steuergeschenken.
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  • Kommentar von Andrea Esslinger (weiterdenken)
    Und Irland erst, fast bankrott aber 13'000'000'000 € nicht einziehen. Bingo.
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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Wer den heutigen "Bund" liest, kann diesem entnehmen, dass allein die von Schweizern im Ausland gelagerten Schwarzgelder, welche nun wegen des automatischen Datenaustausches ab dem nächsten Jahr aufs Tablett kommen, bereits jetzt - als Folge von Selbstanzeigen - den Kantonen Bern und Zürich hohe zweistellige Millionenbeträge in die Kasse gespült haben, Fazit: schröpft sie richtig, Mässer iche la, bis es weh tut!
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