Steuerfahnder wollen HSBC Schweiz vor Pariser Gericht bringen

Die Schweizer HSBC-Tochter muss sich vielleicht vor einem französischen Strafgericht für mutmassliche Beihilfe zu Steuerhinterziehungen verantworten. Verhandlungen zwischen dem Institut und der französischen Staatsanwaltschaft über eine Busse scheiterten offenbar im Vorfeld.

Eingangsbereich der Schweizer HSBC-Filiale in Genf.

Bildlegende: Die Schweizer HSBC-Filiale in Genf erlebte am 18. Februar eine Hausdurchsuchung durch die Schweizer Polizei. Keystone

Die französische Staatsanwaltschaft hat die Überweisung des Falls der Schweizer HSBC-Tochter an ein Strafgericht beantragt. In einem nächsten Schritt könnte die Bank formal angeklagt werden.

HSBC Schweiz bleibt gelassen

Die Ermittler hegen den Verdacht, dass das Institut Tausenden reichen Franzosen bei Steuerhinterziehung und Geldwäsche geholfen hat. Auch gegen die Mutter HSBC laufen in Frankreich Untersuchungen.

HSBC Schweiz teilte mit, es handle es sich um eine normale Etappe im französischen Justizverfahren. Der Ausgang der Angelegenheit sei zum aktuellen Zeitpunkt offen.

Verhandlungen zwischen HSBC Schweiz und der französischen Staatsanwaltschaft sollen bisher gescheitert sein. Dies bestätigte eine Quelle aus Justizkreisen. «Le Monde» zufolge soll es um eine Busse von 1,4 Milliarden Euro gegangen sein. Die Staatsanwaltschaft lehnte jeden Kommentar ab.

Korrektur

In einer früheren Version stand, HSBC Schweiz müsse sich vor Gericht verantworten. Das ist falsch – ob es tatsächlich zu einem Prozess kommt, ist derzeit noch unklar.