Steuerstreit zwischen Frankreich und UBS-Tochter spitzt sich zu

Nun ist es offiziell: Französische Behörden haben ein Ermittlungsverfahren gegen die UBS eröffnet. Es geht um Beihilfe zum Steuerbetrug. Die UBS sieht das ganz anders.

UBS-Logo auf einem Gebäude. Dahinter ist ein Kran zu sehen.

Bildlegende: Französische Behörden werfen der UBS vor, Kunden beim Steuerbetrug geholfen zu haben. Keystone

Der Schweizer Grossbank UBS droht in Frankreich neues Ungemach. Gegen die französische Tochter des Geldhauses wurde offiziell ein Ermittlungsverfahren eröffnet, wie die UBS mitteilt.

Ausserdem hätten die Behörden eine Kaution über 40 Millionen Euro gefordert. Hintergrund sind bereits seit drei Jahren laufende Untersuchungen, ob die UBS-Tochter Kunden beim Steuerbetrug geholfen hat. Bisher wurde in dieser Sache nicht formell gegen die Bank-Tochter ermittelt.

UBS sieht keinen Rechtsverstoss

Die UBS kündigte an, sich gegen die Entscheidungen der Ermittler zur Wehr zu setzen. Nach ihrer Auffassung hat sie sich keinen Rechtsverstoss vorzuwerfen. Die Bank habe umfassend mit den Ermittlern kooperiert und werte die Kaution als Strafe.

Die grösste Schweizer Bank steht seit 2012 im Visier der französischen Justiz. Bereits im Herbst musste das Institut eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro hinterlegen, nachdem es mit einem Einspruch vor Gericht gescheitert war. Die UBS sprach damals von einem stark politisch aufgeladenen Verfahren.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • UBS dank Steuergutschriften im Plus

    Aus Tagesschau vom 10.2.2015

    Die Grossbank UBS hat ihre Jahreszahlen 2014 veröffentlicht. Sie verzeichnet einen Gewinn von 3,6 Milliarden Franken, ein Plus von 13 Prozent. Das Ergebnis ist vor allem auf Steuergutschriften zurückzuführen.