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Suche nach Trends Schweizer Firmen zieht es ins Silicon Valley

Wer im Technologie-Mekka nicht Präsenz markiert, ist schnell abgehängt. Was das Valley so aussergewöhnlich macht.

Legende: Audio Schweizer Unternehmen im Silicon Valley abspielen. Laufzeit 07:35 Minuten.
07:35 min, aus Echo der Zeit vom 20.10.2017.

Ein Grossraumbüro mitten im Financial District von San Francisco. Etwa 50 Leute aus verschiedenen Unternehmen sitzen hinter ihren Laptops in einem so genannten Co-Working Space.

Das ist der Arbeitsplatz von Cyril Dorsaz vom Schweizer Handels- und Kioskkonzern Valora. Sein neustes Projekt: ein Chatbot für das Unternehmen Brezelkönig, das zum Valora-Konzern gehört.

Für uns ist es sehr wichtig, hier präsent zu sein.
Autor: Cyril DorsazValora

Ein Chatbot ist eine Art Computerprogramm, das auf Kundenfragen Antworten gibt. Die Idee dahinter: Kunden sollen nicht mühsam auf der Homepage nach Informationen suchen müssen, sondern rasch vom Brezelkönig-Bot eine Antwort erhalten. Für Cyril Dorsaz ist das Silicon Valley ein Ort der Geschäftsmöglichkeiten: «Für uns ist es sehr wichtig, hier präsent zu sein. Ich kann mich hier mit Experten, Start-ups und Investoren austauschen.»

Beziehungen zu Technologie-Firmen

Ein paar Strassen weiter, am Hafen von San Francisco, reiht sich Pier an Pier. Auf Pier Nummer 17 befindet sich die Organisation Swissnex San Francisco, welche die Schweiz und die USA in Bildung, Forschung, Innovation und Kunst verbindet. Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé belegt hier, nebst über 20 anderen Unternehmen, Universitäten und Startups aus der Schweiz, mehrere Arbeitsplätze.

Hier sitzt Stephanie Nägeli, beim Konzern zuständig für Innovationen im Lebensmittelbereich. Der Nestlé-Ableger in San Francisco sei wichtig, um Geschäftsbeziehungen zu Start-ups und grossen Technologie-Unternehmen aufbauen zu können.

Investition in Start-ups

«Wir haben gemerkt, dass man allein durch die physische Präsenz sofort Beziehungen aufbauen kann», sagt sie. So habe Nestlé dank einer Kooperation mit einem Essens-Lieferant herausgefunden, dass es nicht einfach sei, mit warmen Mahlzeiten Geld zu verdienen. Deshalb investierten sie nun in das Start-up Freshly, das keine warmen, sondern gekühlte Mahlzeiten herstellt.

Mit einem Investment bei einem Start-up kann man hinter die Kulissen schauen.
Autor: Stephanie NägeliNestlé

Der Lebensmittelmarkt verändere sich sehr rasch, täglich entstünden im Silicon Valley neue Geschäftsideen, sagt Nägeli. Der Austausch und die Kooperationen mit den Start-ups seien deshalb sehr wichtig.

Durch Präsenz nichts verpassen

Ob Valora, Nestlé oder andere Schweizer Unternehmen: Sie erhoffen sich vom hohen Innovationstempo des Valleys Vorteile und wollen mit ihrer Präsenz vor Ort möglichst keine neuen Geschäftmöglichkeiten verpassen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Gerbrand Ronsmans (GRo)
    Schade, die Schweizer sind sonst eigentlich Selbstsicher und Selbstbewusst. Überzeugt das was man in eigenem Land macht, besser macht und nach "Schweizer Werten". Klar hinkt mann ein weinig nach, aber dass lässt sich einholen. Silicon Valley, der "Safe Haven" für gesetzlose und kriminelle Leuten. Frauenfeindliches benehmen, Erpressung, Unterdrückung jeglichen Art von Freie Meinungsäußerung (Filterblase) und Soziale Errungenschaften (Keine Sozialabgaben) aus der letzte Jahrhundert.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Sicher ist es besser hier zu investieren als in Arabien. Hier will auch die Öffentlichkeit ein Mindestmass an Transparenz. Was man in den arabischen Ländern nicht behaupten kann. Ich mag es jedem gönnen, der bei den Arabern einsteigt. Nur sollten die dann nicht weinen, wenn die Realität sie einholt.
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  • Kommentar von Dani Queren (Queren)
    Trump ist nicht die Welt, aber das Silicon Valley schon.
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