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Wirtschaft Südostasien: Die neue Goldgrube

Südostasien ist eine der am schnellsten wachsenden Wirtschaftsregionen der Welt. Immer mehr Schweizer Unternehmen wollen mit einem Werk vor Ort von diesem Wachstum profitieren: als günstigem Produktionsstandort und als Basis für die Eroberung des asiatischen Marktes.

Skyline Singapur.
Legende: Singapur und Co.: 5,3 Prozent Wachstum prophezeit der Internationale Währungsfonds den Asean-Staaten 2016. Keystone

Immer mehr Schweizer Unternehmen, vom kleinen Familien-KMU bis zum Grosskonzern, verlagern einen Teil ihrer Produktion nach Südostasien: SR Technics etwa, oder die Schweizerische Post.

Die sogenannte Asean-Region bietet grosse Chancen, doch die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. «Man muss sich mit den kulturellen Unterschieden auseinandersetzen, dazu kommt ein anderes regulatorisches Umfeld, Bürokratie, und in gewissen Ländern ist Korruption ein Thema», so Daniel Küng, CEO der Exportförderung Switzerland Global Enterprise.

«Es sind 10 Länder – von armen Ländern wie Kambodscha mit einem Pro-Kopf-BIP von 1000 US-Dollar bis zu Singapur mit 50'000 US-Dollar», präzisiert er. Daher sei die Wahl des Standortes entscheidend, nicht jedes Land ist für jede Branche gleich gut geeignet: «Die Ansprüche dieser Länder sind sehr unterschiedlich, aber für jedes dieser Länder gibt es Schweizer Export-Sektoren – Industrie-Sektoren, Dienstleistungs-Sektoren –, die dort Erfolg haben können,» so Daniel Küng.

Grafik.
Legende: «Association of Southeast Asian Nations»: 10 südostasiatische Staaten bilden die Asean-Region. SRF

«Chancen überwiegen»

Entscheidet sich ein Unternehmen tatsächlich für den Schritt nach Südostasien, profitiert es von den lokalen Swiss-Business-Hubs, die Switzerland Global Enterprise betreibt. Deren Vertreter können bei der Standortsuche, der Vernetzung und dem Marktzugang helfen.

Trotz den Herausforderungen ist für Daniel Küng klar: Die Chancen überwiegen. «Firmen gehen in die Asean-Region, weil sie dort einen Wachstumsmarkt sehen, weil sie sich dort langfristig positionieren wollen, weil sie sich bewusst sind, dass die wachsende Mittelklasse vor allem in Asien spielt.»

Legende: Video Daniel Küng über Südostasien abspielen. Laufzeit 02:11 Minuten.
Aus ECO vom 30.11.2015.

Switzerland Global Enterprise

Im Auftrag des Bundes bündelt Switzerland Global Enterprise die Export- und Import-Förderung sowie die Standort-Promotion unter einem Dach. Zum Dienstleistungsangebot gehören die Unterstützung exportwilliger Schweizer KMU – und die weltweite Vernetzung von Unternehmen, Wissens-Trägern und Organisationen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Die Zukunft liegt im Osten und nicht mehr in der EU ! Das sollte sich langsam in der Schweiz rumgesprochen haben. Die EU hat ausser High-Tech-Produkte und politischer Selbstüberschätzung eigentlich rein gar nichts mehr zu bieten. Wachstum findet anderswo statt, und immer weniger in der EU. - Die EU (der 28) hat ihr eigenes Ziel längst verraten und verkauft.
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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Interessant, dass man sich mit kulturellen Unterschieden durchaus auseinandersetzen und arrangieren kann, sobald es um den Zuwachs im eigenen Portemonnaie geht. Man darf durchaus gespannt sein, wie sich SVP-Exponenten in dieser Sache äussern werden. Ebenso interessant wird die Argumentation bei der zunehmenden Diskrepanz zwischen dem für inländische Arbeitsplätze geforderten höheren Bildungsniveau und der Kürzung der Bildungsausgaben.
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Dudle: In Asien liegt die Zukunft der Schweiz und weniger in Europa. Die EU wird für uns da nur ein Klotz am Bein (Bilaterale) sein, der uns Auflagen machen will, die wir sicherlich nicht nötig haben. Es gilt über den EU-Tellerrand hinaus zu schauen. Die EU hat uns nicht mehr viel zu bieten. - Gruss aus Asien !
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    2. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Nicolas Dudle: Längerfristig können Sie mit einem sog. höherem Bildungsniveau und nur High-End & High-Tech-Prdukten allein kein nachhaltiges Wachstum mehr für ganz Europa gewährleisten. Diese Schwachstelle hat man in der Schweiz noch nicht ganz bemerkt. Ich brauche Zugang zu der ganzen Welt, und nicht nur zu der EU("-Diktatur"). Und diese sog. Werte in der EU-Wertegemeinschaft sind ja auch nicht das was man uns glauben macht. Europa murkst sich selber ab mit dieser EU !
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