Sulzer baut 410 Stellen ab

In Folge einer Restrukturierung werden hunderte Angestellte entlassen. Betroffen sind die Standorte in Brasilien, China und den USA.

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Personalabbau bei Sulzer

0:24 min, aus Tagesschau am Mittag vom 10.8.2015

Der Winterthurer Industriekonzern Sulzer stellt sich neu auf. In Folge einer Restrukturierung kommt es zu einem Abbau von 410 Stellen an verschiedenen Standorten in Brasilien, den USA und China.

Mit der Restrukturierung wolle das Unternehmen seien Kapazitäten besser nutzen und die Qualität steigern, teilte Sulzer mit. Zudem bleibe der Öl- und Gasmarkt anspruchsvoll, was zu einem niedrigen Investitionsniveau führe.

Leidtragender ist der brasilianische Standort

Am brasilianischen Pumpenproduktionsstandort Jundiai waren davon ungefähr 90 Mitarbeitende betroffen. Zudem wird hier die Giesserei geschlossen, wovon weitere 60 Mitarbeitende betroffen sind. Die übrigen Aktivitäten an diesem Standort mit Bearbeitungswerkstatt, Pumpenmontage und -verpackung, Prüfstand und Servicecenter werden weitergeführt, heisst es. Infolge des Geschäftsrückgangs in Brasilien wurden darüber hinaus am Standort Curitiba 40 Mitarbeitende entlassen.

Auch in den USA und China hat Sulzer den Personalbestand reduziert. Bis Juli 2015 wurde in den USA die Belegschaft in Portland um 100 Mitarbeitende und um ungefähr 20 in Brookshire verringert. In China wurden 80 Mitarbeitende am Dalian-Standort und rund 20 Mitarbeitende in Suzhou entlassen. Dieser Abbau betraf Mitarbeitende in der Produktion sowie in administrativen Funktionen.

Nicht der erste Stellenabbau

Bereits im Juni hatte das Unternehmen die operativen Strukturen in Division Chemtech angepasst und den Abbau von rund 130 Stellen durch natürliche Fluktuation angekündigt. Zudem würden die Produktionsaktivitäten von Chemtech am Standort Singapur mit 16 Mitarbeitenden eingestellt.

Sulzer-Chef geht

Sulzer-Chef Klaus Stahlmann tritt nach drei Jahren an der Spitze zurück. Er habe den Verwaltungsrat darüber informiert, dass er von seiner Position zurücktrete, schreibt das Unternehmen. Er wolle andere Herausforderungen ausserhalb von Sulzer verfolgen, heisst es weiter. Die Suche nach einem Nachfolger sei eingeleitet.