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Swiss Economic Forum 2014 Alain Chuard, der Berner Google-Millionär

Viele hegen den Traum, mit einer Internet-Idee Millionär zu werden. Ein Schweizer hat es geschafft. Er hat sein Unternehmen Wildfire 2012 an den IT-Riesen Google verkauft. Mit «ECO» spricht er erstmals über den Moment, in dem die lukrative Übernahme Realität wurde.

Alain Chuard und seine Frau in Unterhaltung.
Legende: Ehefrau und Geschäftspartnerin: Ohne Victoria Ransom wäre Wildfire wohl nicht in solchem Ausmass gewachsen. SRF

350 Millionen. Für diese Summe verkaufte der Berner Alain Chuard 2012 sein Unternehmen an Google. Seitdem gehört er zu den 300 reichsten Schweizern. Der ehemalige Snowboard-Profi aus dem Berner Vorort Bolligen lebt heute in Atherton, dem Beverly Hills des Silicon Valley.

Den Grundstein seines Erfolgs legte Alain Chuard mit seinem Studium an der Stanford-Universität im kalifornischen Palo Alto. Dort treffen Studenten auf die Grossen der Szene. Google entstand dort. Apple ebenso. Facebook wurde dort gross.

Alain Chuard auf Fahrrad vor Google-Gebäude
Legende: Millionär dank Google: Alain Chuard hat geschafft, worauf viele hinarbeiten: mit seiner Idee reich zu werden. SRF

Entscheidend für die Entwicklung des Unternehmens war seine Ehefrau Victoria Ransom. Die Neuseeländerin mit Abschluss an der Harvard Business School in Boston begegnete ihm an der Wallstreet. Beide arbeiteten dort als Investment-Banker. Ransom wurde CEO des 2008 gegründeten Unternehmens Wildfire und sorgte für dessen Vermarktung.

400 Mitarbeitende in 2,5 Jahren

Wildfire ermöglicht Konzernen wie Puma oder Redbull einen einheitlichen Auftritt in verschiedenen sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Linked-in und anderen. Laut eigenen Angaben hat sich Wildfire einen Kundenstamm von 21'000 Kunden aufgebaut. Im Jahr der Übernahme lud US-Präsident Barack Obama Mitgründerin Victoria Ransom ins Weisse Haus ein.

Seit 2012 sind die Wildfire-Mitarbeitenden nun Angestellte von Google. «Es ist schon eine Live Changing Event», sagt Alain Chuard in seinem ersten Interview, das er zur Übernahme von Google gibt. «Wir sassen in einem Konferenzraum, als wir das Angebot bekamen. Wir mussten uns zusammennehmen, um nicht zu lachen und cool zu bleiben.»

Legende: Video Alain Chuard über seinen Google-Coup abspielen. Laufzeit 0:42 Minuten.
Vom 26.05.2014.

Ehefrau Victoria Ransom erklärt den Erfolg mit der klaren Strategie des Unternehmens. «Es ging nicht nur um ein gutes Produkt, sondern darum, wie wir es auf den Markt werfen können. Wir bauten eine schlagkräftige Verkaufsabteilung. 2010 waren wir sechs Leute, zweieinhalb Jahre später 400, vor allem im Verkauf. Dank dieser Investition ins Marketing wurden die Kunden auf uns aufmerksam, das war entscheidend.»

Gegenüber «ECO» sagt Alain Chuard, er wolle noch zwei Jahre bei Google bleiben. Dann sei es Zeit für die nächste Herausforderung. Über das Geld für neue Investitionen verfügt er nun.

Swiss Economic Forum

Alain Chuard tritt am 5. Juni um 16.50 Uhr am Swiss Economic Forum auf. In Interlaken wird er ausserdem Reto Lipp im Interview Rede und Antwort stehen.

6 Kommentare

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  • Kommentar von A. Huber - ICT, Basel
    (Ex-) Investment Banker und Google: Das passt ja perfekt zusammen! Meine Verachtung ist Euch gewiss…
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  • Kommentar von Daniel Schreibauchwas, Bern
    Ich mag Ihre Idee "Mir wäre wichtiger ein System zu finden, wie wir die Kinder der dritten Welt vor dem Hungertod und Unterentwicklung bewahren könnten". Also, innovative Ideen kreieren, unternehmerischen Geist zeigen, Mut zum Risiko aufbringen und gleich morgen damit anfangen und ich hoffe, dass ich dann in ein paar Jahren einen Artikel lese mit der Überschrift. „M. Kaiser, nicht Millionär geworden, aber viele Kinder vor dem Hungetort bewahrt“.
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    1. Antwort von M. Kaiser, Rebstein
      Hr Schreibbauchwas, vorerst Gratulation zu ihrem intellekt.Namen, in aller Freundschaft, ich benötige ihren Ratschlag in dieser Sache wirklich nicht, ich mache seit langem das für arme Kinder,was mir möglich ist, kreativ in dieser Sache sind noch viele andere Menschen,aber das grosse Geld besitzen meist die Herren , die das Sagen haben in unserer Welt, diese haben lieber vor, ihr Geld für sinnlosen Luxus auszugeben, wie für dringend nötige Unterstützung von den ärmsten Kleinen in dieser Welt..
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  • Kommentar von P.Meier, Zürich
    Ich finde die Summe von 350 Millionen gerechtfertigt. Er ist ein Unternehmerisches Risiko eingegangen und er hat etwas erschafften - im gegensatz zu Top-Banker die kein Risiko tragen und einfach nur mit Fremdkapital spekulierne, und dabei mehr verdienen.
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