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Wirtschaft Swiss entscheidet sich für Boeing

Die Fluggesellschaft Swiss setzt bei ihrer Langstreckenflotte künftig auf Boeing. Sie sollen dereinst die in die Jahre gekommenen Flugzeuge des Typs Airbus-A340 ablösen. Geschäftlich lief es für die Swiss letztes Jahr nicht so gut.

Ab 2016 beginnt die Swiss mit der Erneuerung der Langstreckenflotte. Sie hat beim US-Flugzeugkonzern Boeing sechs Jets des Typs Boeing 777-300ER bestellt. Der Listenpreis für die sechs neuen Maschinen beläuft sich auf 1,5 Milliarden Franken.

Legende: Video Swiss bestellt neue Flugzeuge abspielen. Laufzeit 01:11 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 14.03.2013.

Die Flugzeuge bieten Raum für 330 Sitzplätze. Sie verbrauchen 23 Prozent weniger Treibstoff als dieAirbus-340-Maschinen. Im Lufthansa-Konzern sind Boeing-Modelle bereits bei der Lufthansa Cargo und bei der Austrian Airlines im Einsatz. Der Entscheid für das Erfolgsmodell von Boeing sei nach einer intensiven Evaluationsphase gefallen, so die Swiss. Es sei die erste Bestellung der Swiss beim US-Flugzeugkonzern.

Deutlicher Gewinnrückgang

Geschäftlich hatte die Swiss letztes Jahr mit schwierigen Marktbedingungen zu kämpfen. Der operative Gewinn ging im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent auf 212 Millionen Franken zurück. Der Umsatz konnte immerhin um zwei Prozent auf 5,033 Milliarden Franken erhöht werden.

Swiss-Chef  Harry Hohmeister macht für das schlechte Ergebnis vor allem externe Faktoren verantwortlich.  «Die Ölpreis- und die Währungsentwicklung  hat uns getroffen», sagt er im Gespräch mit Radio SRF. «Das ist nicht die Schlechte des Swiss-Teams.»

Swiss-Chef kritisiert hohe Gebühren

Er spricht aber auch die Kosten an. In Europa seien diese – etwa im Vergleich mit Asien zu - hoch.  «Da müssen wir uns strukturell verändern», so Hohmeister. Kostensenkung und Kosteneffizienz sind die Stichworte. Er kritisiert die Gebühren – etwa für die Flughäfen oder für Überflugrechte - die in Europa viel höher seien.  In letzter Konsequenz ziehe die Swiss auch in Betracht, Flüge zu streichen.

2013 rechnet die Swiss nach einem Plus von 3,3 Prozent im Vorjahr mit weiter steigenden Passagierzahlen. Da das Marktumfeld aber angespannt bleibe, werde das operative Ergebnis voraussichtlich im Rahmen von 2012 liegen.

Legende:
Geschäftsentwicklung der Swiss seit 2002: Nach dem Grounding der Swissair 2001 wurde die Crossair in Swiss International Air Lines umbenannt. 2005 wurde die Swiss von der Lufthansa übernommen und 2006 in die Luftfahrtallianz Star Alliance überführt. Seit 2007 gehört die Swiss ganz der Lufthansa. swiss

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Schwarb, Ueken
    Die Swiss scheint zu vergessen, dass sie ein europäisches Unternehmen ist. Airbus macht hervorragende Flugzeuge und es würde der Swiss gut stehen, auch bei diesen Flugzeugen zu bleiben, eine einheitliche Flotte eines Herstellers bringt sicher auch logistische Vorteile. Die Amis machen es schliesslich auch so (s. Deal mit den Tankflugzeugen, wo das klar bessere Airbusangebot aus protektionistischen Gründen gekippt wurde). Schade, ich such mir halt eine Airline, die noch weiss, wo ihr Boden ist...
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    1. Antwort von Marlene zelger, 6370 Stans
      Was kümmert Sie die Swiss überhaupt noch? Die Airline gehört schon lange nicht mehr uns. Es kann uns sogar wurst sein, sollte die Tochtergesellschaft der deutschen Lufthansa einmal grounden - aus finanziellen Gründen oder so.
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    2. Antwort von M. Tisserand, Schweiz
      @Hr. Schwarb: gebe Ihnen vollkommen Recht! @Fr. Zelger: schade nur, dass dort SWISS draufsteht!!
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    3. Antwort von Michel Koller, Emmenbrücke
      Die Swiss ist keine staatliche Institution und trifft wirtschaftliche Entscheide. Die Flugzeugwahl macht durchaus Sinn, wenn man die Werte und laufende Kosten betrachtet. Zudem ist es selten sinnvoll sich nur auf einen Partner zu beschränken. Die Swiss besitzt auch weiterhin eine grosse Anzahl Airbusflugzeuge und bei einem nächsten Typenentscheid könnten wieder Weitere hinzu kommen.
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    4. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Bei dieser SWISS ist nur noch der Name und das Schweizerkreuz aus der Schweiz. Der Rest ist schon lange "in die Lufthansa eingedeutsch" worden. - Also ich fliege immer eine andere Airline anstelle der SWISS, solange dies möglich ist. Nach dem perfiden "Grounding" sollte dies kein Schweizer mehr verwundern.
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