Swiss plant Preiserhöhungen auf Europa-Strecken

Die Swiss muss sparen, und zwar gewaltig. Um investitionsfähig zu bleiben, will sie den letztjährigen Gewinn von 212 Millionen Franken verdoppeln. Dazu plant die Swiss verschiedene Massnahmen – an Ideen mangelt es der Fluggesellschaft nicht.

 Hohmeister spricht in das Mikrofon und gestikuliert

Bildlegende: Swiss-CEO Hohmeister hat sich hohe Sparziele gesteckt. Keystone

Das Sparprogramm Score der Lufthansa macht auch vor der Swiss nicht halt. Swiss-Chef Harry Hohmeister sieht den Sparbeitrag der Swiss am «Ergebnisverbesserungsprogramm» mittlerweile bei bis zu 200 Millionen Franken. Zuvor war von 115 Millionen Franken die Rede.  Der Betrag soll ab 2015 zustande kommen.

Das heisst, die Swiss muss ihren letztjährigen Gewinn von 212 Millionen Franken verdoppeln, sagte Hohmeister im Interview mit der «Sonntags Zeitung».

Doch woher stammt künftig dieses Geld? In der Verwaltung werden voraussichtlich bis zu 50 Stellen ins Ausland verlagert, erklärt Hohmeister. Er betont jedoch, die Swiss werde in Cockpit und Kabine in diesem Jahr rund 200 Jobs schaffen.

Auch der Verkauf zusätzlicher Leistungen soll einschenken. Hohmeister hat keine Angst, damit in die Ecke der Billig-Anbieter gedrängt zu werden: «Wir werden einen guten Basis-Service anbieten. Mehrwert zu verkaufen, ist legitim.»

Nach den Preiserhöhungen für Flüge in die USA müssen sich Kunden auch auf höhere Preise auf den Europastrecken einstellen. Die Swiss werde mittelfristig versuchen, Preiserhöhungen durchzusetzen, so Hohmeister.