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Wirtschaft Swisscom-Chef: Bund muss nicht Hauptaktionär sein

Heute ist der Bund Hauptaktionär der börsenkotierten Swisscom. Für Swisscom-CEO Urs Schaeppi ist dies persönlich nicht zwingend, wie er im Studio-Interview des Wirtschaftsmagazins «ECO» erklärt.

Legende: Video Urs Schaeppi über den Bund als Anteilseigner abspielen. Laufzeit 0:59 Minuten.
Vom 11.03.2016.
Swisscom-Logo an Hauswand.
Legende: Der Bund ist heute Hauptaktionär der Swisscom. Soll sie privatisiert werden? Keystone

Soll die Swisscom privatisiert werden oder nicht? CEO Urs Schaeppi könnte mit einer Privatisierung offenbar gut leben: «Zentral ist, dass wir einen langfristig orientierten Aktionär haben und zweitens, dass dieser Anker-Aktionär uns die unternehmerische Freiheit gibt. Und dann bin ich persönlich offen, wer dieser Aktionär ist», sagt Schaeppi gegenüber «ECO». Ob der Bund die Mehrheit an der Swisscom haben müsse, sei eine politische Diskussion.

Vor wenigen Monaten kritisierte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung die Swisscom. Als ehemalige Monopolistin bremse sie den Wettbewerb aus. Die Forderung der OECD gipfelte in einer völligen Privatisierung.

Seco prüft Privatisierung

Das Staatssekretariat für Wirtschaft prüft die Forderung nach einer Privatisierung der Swisscom. Es geht um die Frage, ob der Bund die Mehrheit an der Swisscom halten müsse und ob dies den heutigen Anforderungen an den Telekom-Konzern gerecht werde.

Interview in «ECO»

Interview in «ECO»

Das gesamte Interview mit Swisscom-CEO Urs Schaeppi zeigte das Wirtschaftsmagazin «ECO» am Montag, 14. März.

8 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Ja, wenn sogar der Bundesrat dafür ist, dass man Unternehmen an China verkauft, dann muss halt das Volk in Zukunft sehen, dass der Ausverkauf der Schweiz ein Ende findet. Wir müssen Parteien wählen die gegen dieses Vorgehen sind +die die echte Schweizer Wirtschaft fördert. Genau dafür haben wir unser direkt demokratisches System in der Schweiz. Dem müssen wir Sorge tragen und wir dürfen es auch nicht an die EU verlieren. Vielleicht braucht es dafür noch eine neue Partei.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Nein, nein, der Bund muss nicht Hauptaktionär der Swisscom sein. Es könnte ruhig auch ein Chinese sein.
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Es gibt bei einer Privatisierung immer Proviteure, wie das auch in Russland in den 90er Jahren passiert ist. Dort haben sich die Mitglieder der Partei-Elite bedient. Hier im Westen sind einige Manager in dauernder Goldgräber-Stimmung und hoffen bei einer allfälligen Privatisierung von Staats-Betrieben sich die besten "Filet-Stücke" unter den Nagel reissen zu können.
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