Swisscom und Orange habens vorgemacht – Sunrise zieht nach

Die Preise für Mobiltelefonie im Ausland purzeln weiter. Sunrise reagiert auf die Offensiven von Swisscom und Orange und weitet den Preiskampf auf Nordamerika aus: Kunden können in den USA und in Kanada künftig zu denselben Preisen wie in Westeuropa telefonieren.

Natel vor Anbietertafeln.

Bildlegende: Weitere Preissenkungen seien wünschenswert, schreibt das Konsumentenforum kf. Keystone

Konkurrenz belebt das Geschäft – Vor allem auf dem Telekom-Markt. Per 18. Mai senkt Sunrise die Tarife für die Handynutzung im Ausland, ordnet die USA und Kanada neu den Ländern mit den günstigsten Tarifen zu und führt neue Pauschalangebote ein, wie die Telekomanbieterin am Montag ankündigte.

Mit dem Paket «travel days» telefonieren und simsen Kunden zu einem Pauschalpreis innerhalb von Westeuropa, USA und Kanada. Das Angebot enthält weiter ein bestimmtes Datenvolumen für mobiles Surfen im Internet. Das Paket ist für eine Woche oder einen Monat verfügbar.

Konkurrenzkampf noch nicht abgeschlossen

Das Konsumentenforum kf zeigte sich in einer Medienmitteilung erfreut über die neuen Tarife: «Der oft gescholtene Roaming-Markt ist weiterhin in Bewegung», lässt sich kf-Geschäftsführer, Michel Rudin, zitieren. Der Konkurrenzkampf sei aber noch nicht abgeschlossen. Weitere Preissenkungen seien wünschenswert.

«  Der oft gescholtene Roaming-Markt ist weiterhin in Bewegung »

Michel Rudin
kf-Geschäftsführer

Orange hatte im September eine Roaming-Flatrate eingeführt, die unbeschränkte Telefonie und SMS beinhaltet. Mitte Februar kündigte dann Branchenführer Swisscom an, Pauschalabonnemente auf die EU auszudehnen. Darauf reagierte Orange wiederum und senkte die Gesprächstarife bei einem Angebot zum vergünstigten Telefonieren in Europa.

Laut dem Vergleichsdienst comparis.ch fahren derzeit «Durchschnittsnutzer» mit Orange am günstigsten.