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Wirtschaft Swissmem sagt dem Fachkräftemangel den Kampf an

Der Schweizerische Verband der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (Swissmem) ortet in der Schweiz einen drohenden Fachkräftemangel. Darum erarbeitete Swissmem eine Strategie, um diesen Trend zu stoppen.

Legende: Video Swissmem: Es fehlt an Fachkräften abspielen. Laufzeit 1:55 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.08.2014.

Der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) fehlt es immer mehr an Fachkräften. Und der Branchenverband Swissmem geht davon aus, dass diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter zunimmt. Gründe dafür seien die Einführung von Kontingenten für ausländische Arbeitskräfte, sinkende Geburtenraten und die Überalterung der Bevölkerung.

Swissmem will nun Gegensteuer geben und das Potential an Fachkräften in der Schweiz besser ausnützen.

Inländisches Potenzial besser nutzen

Zurzeit besteht in fünf von elf typischen Berufsfeldern der MEM-Industrie ein Verdacht auf Fachkräftemangel. Dies ergab eine von Swissmem in Auftrag gegebene Studie. Konkret seien zum Beispiel Stellen für Informatiker, Ingenieure und Techniker meist verwaist.

Aufgrund der bevorstehenden Pensionierungen müssen in den nächsten fünf Jahren jährlich 17'000 Personen neu dazugewonnen werden, um den Bestand zu halten, erklärt Swissmem. Daher soll das inländische Arbeitskräftepotential noch besser genutzt werden, wie Swissmem-Präsident Hans Hess in der Medienmitteilung zitiert wird.

Drei Handlungsfelder

Der Branchenverband setzt dabei auf drei Handlungsfelder: Zum einen soll der Nachwuchs gefördert werden. Weiter soll die Zahl der weiblichen Fachkräfte in der MEM-Branche deutlich erhöht werden. Tatsache sei, dass Frauen für Industrieberufe genauso geeignet seien wie Männer. Zudem bestehe laut dem brancheninternen Salärvergleich eine Lohngleichheit zwischen Mann und Frau. Damit die Frauen auch in der Industrie bleiben, will Swissmem Teilzeitstellen und Kinderkrippen fördern.

Das dritte Handlungsfeld ist die Förderung der älteren Mitarbeitenden. Es brauche gezielte Massnahmen, um ältere Mitarbeitende länger im Arbeitsprozess zu halten, teilte Swissmem mit. Diese wolle man hegen unf pflegen, sagte Swissmem-Chef Hans Hess an der Medienkonferenz. Die Industrie solle flexible Pensionierungsmodelle anbieten. Generell rät der Verband aber von Frühpensionierungen ab.

2009 hatte Swissmem bereits eine Nachwuchsförderungs-Initiative gestartet. Diese zeige erste Erfolge.

Angestellte Schweiz zufrieden

Die Angestellten Schweiz begrüssen die Initiative von Swissmem. Der Fachkräftemangel sei akut und werde sich in absehbarer Zeit akzentuieren. Die Handlungsfelder seien naheliegend und zweckmässig, teilte der Verband mit. Gleichzeitig betonte die Arbeitnehmerorganisation, dass die Sozialpartnerschaft nicht ignoriert werden dürfe.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Roger Stahn, Fraubrunnen
    Ein einsamer Rufer in der Wüste ist u.a. seit Jahrzehnten Rudolf Strahm, der den dualen Bildungsweg in der Schweiz arg vernachlässigt sieht & stets die immensen Vorteile der Berufslehre unterstrichen hat. Die Schweiz hat den gravierenden Fehler begannen, zu viele unnütze (da kein Bezug zu Praxis) Akademiker auszubilden. Dies alles aufzuholen wird schwierig, denn das hätte man vor über 30 Jahren schon korrigieren sollen.
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  • Kommentar von jo walt, wil
    Es dauert bei den Lobbyisten und Anderen immer sehr lange, bis diese kapieren und reagieren. von agieren als Unternehmeraufgabe ganz zu schweigen. Endlich fängt man, hoffentlich, wieder mit verstärkter Ausbildung und Weiterbildung an. Sehr positiv wäre auch die Reintegration von Arbeitnehmern über 50+. Vielleicht muss auch das System der Pensionskassen mal überprüft werden. Als kluger und weitsichtiger Unternehmer hat man das System aber bereits frühzeitig erkennen können.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Jetzt zeigt die Masseneinwanderungsinitiative ihre positive Wirkung. Jetzt ,kommt man endlich zur Besinnung, auf einheimische - u. a. schon eingewanderte - und vor allem ältere, erfahrene Fachkräfte zurückzugreifen und sie somit vor dem Abschieben in die Sozialhilfe zu bewahren. Hoffentlich beginnen nun auch die Gegner der MEI zu checken, dass die Zuwanderungsbeschränkung nötig ist.
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    1. Antwort von Nico Basler, Basel
      Was soll daran positiv sein? "Auf die Wirtschaft hat die MEI keinen Einfluss. Diese erhält jeweils die Arbeitskräfte die sie braucht". O-Ton des geliebten Parteistrategen CB. Im Klartext - für den Normalo ändert sich nichts und die Wirtschaft sagt der Politik wen und wieviel sie braucht.
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