Syngenta-Chef Mike Mack tritt zurück

Der Pflanzenschutz und Saatguthersteller Syngenta kommt nicht aus den Schlagzeilen: Zuerst musste sich der Basler Konzern wehren, dass er nicht von US-Konkurrent übernommen wurde. Und nun tritt Chef Mike Mack zurück. Er geriet stark unter Druck.

Syngenta-Chef Mike Mack vor einem Syngenta-Schriftzug

Bildlegende: Mike Mack hatte die Leitung von Syngenta im Jahr 2008 übernommen. Reuters

Syngenta-Chef Mike Mack tritt auf Ende Oktober zurück. Es sei der richtige Zeitpunkt für den Konzern von den Perspektiven eines neuen Chefs zu profitieren, lässt sich Mack in der Medienmitteilung des Konzerns zitieren.

Mack steht unter Druck seit der US-Konzern Monsanto im August seine Übernahmeofferte zurückgezogen hat. Damit kamen Zweifel an der Strategie von Syngenta auf. Der werde unter neuer Führung hervorragende Perspektiven haben, sagt Mack am Mittwoch. Bis zur Ernennung eines Nachfolgers wird Finanzchef John Ramsey das Unternehmen ad interim leiten. Mack war insgesamt 14 Jahre für Syngenta tätig.

Syngenta wollte den Alleingang, sah zu wenig Sinn im Zusammengehen mit Monsanto. Zudem machte Monsanto wohl auch das schlechte Image einen Strich durch die Rechnung: Der Konzern gilt als rücksichtlos, wenn er seine Interessen durchsetzen will. Mike Mack hätte wohl wohl sowieso seinen Stuhl räumen müssen.

Grossinvestoren machen Druck

Eine Gruppe von Grossaktionären hatte vor einer Woche in einem offenen Brief vom Verwaltungsrat eine umfassende strategische Überprüfung gefordert. Es wurde kritisiert, dass Verwaltungsrat und Management in den letzten Jahren «mehrere Chancen zur Verbesserung der Wertschöpfung» verpasst hätten. Zudem verlangten die Investoren, dass die Verhandlungen mit Monsanto wieder aufgenommen werden.

Die Anleger bejubeln den Abgang von Mack: Um 11 Uhr lag die Syngenta-Aktie mit 4,8 Prozent im Plus.

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