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Wirtschaft Syngenta zeigt Monsanto weiter die kalte Schulter

Die Halbjahreszahlen von Syngenta zeigen: Umsatz und Gewinn schrumpfen. Für Monsanto ein klares Zeichen der «Planlosigkeit». Der US-Konzern hält deshalb an seinem Übernahmeangebot fest. Syngenta-Chef Mike Mack bekräftigt seine Ablehnung.

Legende: Video Syngenta lehnt Übernahmeangebot nach wie vor ab abspielen. Laufzeit 1:10 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 23.07.2015.

Syngenta-Chef Mike Mäck sagt Nein zu einer Fusion mit dem US-Konkurrenten Monsanto. Es sei aber die Pflicht des Verwaltungsrates, jedes Angebot zu prüfen, hielt der Konzern-Chef weiter fest. Das US-Unternehmen bietet 449 Franken je Syngenta-Aktie. Das Syngenta-Management lehnt die Offerte bislang strikt ab.

Der weltweit grösste Hersteller von Saatgut erklärte dagegen, er habe in seinen intensiven Gesprächen mit den Syngenta-Aktionären eine breite Unterstützung für seine strategische Argumentation festgestellt. Monsanto bleibe zum Gespräch mit Syngenta bereit. «Der Ball liegt in ihrem Feld.»

Halbjahreszahlen werden unterschiedlich interpretiert

Nach Ansicht von Mike Mack sind die wirtschaftlichen Perspektiven für den Agrochemiekonzern Syngenta «hervorragend». Und das Halbjahresergebnis sei die beste Antwort auf die Milliarden-Kaufofferte des US-Konkurrenten Monsanto.

Für das erste Halbjahr meldete Syngenta einen Umsatzrückgang um zehn Prozent. Der Gewinn schrumpfte um zwölf Prozent – im Vergleich zum Vorjahr. Grund dafür sei die Aufwertung des Dollars. Zu konstanten Wechselkursen hätte es laut Syngenta ein Umsatzwachstum gegeben.

Monsanto-Chef Hugh Grant interpretiert die Zahlen gänzlich anders. «Syngentas Zahlen für das erste Halbjahr bestätigen, dass der Konzern weiter keine langfristige Vision oder einen Plan hat, die denselben Wert schaffen würden», erklärte er.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Pankraz Mai, SG
    Syngenta oder Monsanto? Ich sehe letztlich keinen Unterschied!
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  • Kommentar von Freddy tobler, ZH
    Infotipp auf YouTube: "Monsanto-mit Gift und Genen". Im gleichen Kontext zu empfehlen: "Nestle-das dreckige Geschäft mit dem Wasser". Pervers wie unsere Nahrungsmittel Industrie arbeitet, blind wie die Massen den Müll auch noch kaufen. Entweder sind sich Menschen den Zusammenhängen nicht bewusst, oder sie sind unglaublich egoistisch.
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  • Kommentar von Susanne Lüscher, Gossau
    Es gibt gute Gründe, warum der Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln, Saatgut und Chemieprodukten die Gemüter so sehr erregt: Es gibt berechtigte Zweifel an der Gesundheit seiner Produkte. Zudem betreibt Monsanto eine Lobbyarbeit, die ihresgleichen sucht. Sie soll die Politik gefügig machen – und das klappt richtig gut. Auch in Deutschland, wo man sich vordergründig gegen Gentechnik wehrt. Weiter die kalte Schulter zeigen.
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    1. Antwort von Freddy tobler, ZH
      Monsanto war nach dem Putsch als erster global player in der Ukraine um sich niederzulassen. UK hat auch den Übernamen "Kornkammer Europas" und da pflanzen sie jetzt ihren gentech food an. Am Ende läuft es gleich wie in Afrika, monsantos aggressives Saatgut verbreitet sich per Wind und Vögel auf alle lokalen Bauerbetriebe, so dass diese gezwungen werden monsanto für das Saatgut zu bezahlen und auch das Gift (roundupready) muss von ihnen bezogen werden.nach 10j ist das Land nicht mehr nutzbar.
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