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Wirtschaft Touristiker setzen auf «Aussicht» – und wie sind die Aussichten?

Schweiz Tourismus will mehr ausländische Gäste anlocken und setzt dabei voll auf die Natur. Der französische Fotograf Yann Arthus-Bertrand hat das Land aus der Luft in Szene gesetzt. Doch reichen schöne Bilder, um das teure Ferienziel schmackhaft zu machen?

Schweiz Tourismus (ST) setzt für diesen Sommer auf die Landschaften in der Schweiz, ihre 48 Viertausender, die kleinen und grossen Seen, die «einmalige Dramaturgie von Berg und Tal», das ausgebaute Wanderwegnetz – und auf die vielen Bergbahnen und Panoramafahrten. Gut 45 Millionen Franken werden weltweit in die Kampagne investiert.

«Ja, damit holen wir die Gäste», sagt ST-Direktor Jürg Schmid gegenüber SRF und verweist auf die gesamte Marktforschung, welche das Naturspektakel und die Berge als Hauptreisegrund Nummer eins eruierte. Die Branche habe sich auf diese Themen geeinigt. Klar gehöre dazu eine «Power-Kommunikation» mit einer wuchtigen Kampagne und den entsprechenden Angeboten.

«Klar ist die Schweiz etwas teurer...»

Schmid räumt ein, dass die Schweiz auch im Tourismus eine Hochpreisinsel bleiben werde. Die Löhne im personalintensiven Geschäft seien in der Schweiz genau doppelt so hoch wie in den Nachbarländern: «Klar ist die Schweiz etwas teurer, und das wird sie bleiben. Da nützt alles Jammern nichts. Also wenn man nicht billiger werden kann, muss man besser sein.»

Schmid betont, dass die Branche quasi ohne Marge produziere. Fette Profite fahre niemand ein. Gerade im saisonalen Tourismus werde hart gekämpft, um Geld für Renovationen und Investitionen auf die Seite zu legen.

Das werde auch so bleiben, prognostiziert der ST-Direktor und erinnert nicht zuletzt an die anstehende Mindestlohn-Initiative: «Mit dieser Ausgangslage muss der Tourismus leben und sich auf Qualität und Kreativität konzentrieren.»

Legende:
Logiernächte Schweiz 1992-2013 (2004: keine Daten verfügbar) Die Beherbergungsstatistik (HESTA) wird bei 6000 Hotels, Kurbetrieben, Jugendherbergen und Campingplätzen realisiert. Zuständige Institution ist das Bundesamt für Statistik (BFS). Für 2004 besteht eine Lücke, bedingt durch die Redimensionierung bzw. sparbedingte vorübergehende Einstellung der Statistik.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Escher, Wallis
    Kurt Haller / erstaunlich, dass im Ausland die Freundlichkeit vorherrscht - da bei uns in der CH, grösstenteils " Ausländer ", aus A, D, I und F, bedienen, haben diese ihre Freundlichkeit demnach zu Hause gelassen ...??
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  • Kommentar von Peter H., St. Gallen
    Wer in die Schweiz kommt, soll auch lernen unsere Sprache zu verstehen. Wer die Schweizerpreise mit den anderen Urlaubs Ort vergleicht, soll zuerst lernen zu verstehen warum, die Schweiz nicht gleich sein will, wie die EU Länder. Wer sagt, man müsse an der Freundlichkeit was ändern, sollte zuerst vor seiner eigenen Türen schauen, ob man wirklich so Freundlich ist, wie man es vorspielt. Wer als Tourist nur auf die Preise schaut, sollte nie jammern wenn die Qualität nicht stimmt.
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    1. Antwort von B. Küng, Biel
      Ach so, Touristen, woher auch immer, müssen vor ihrem Urlaub in der Schweiz einen Schweizerdeutsch-Sprachtest bestehen?? Apropos Freundlichkeit, ich war schon in vielen Ländern (Golfstaaten, Lateinamerika, Europa, Ferner Osten), aber ich wurde nirgends so unfreundlich bedient wie in der CH (ich bin Schweizer). Bei so hohen Preise ist Freundlichkeit ein MUSS!
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    2. Antwort von Peter H., St. Gallen
      Können Sie mir und den anderen Leuten zeigen, das in meinem Schreiben, das steht? (Schweizerdeutsch-Sprachtest bestehen? ) Wenn Sie unfreundlich bedient werden in der Schweiz, als angeblicher Schweizer, warum leben Sie denn in der Schweiz und nicht in Ihren vielen Ländern (Golfstaaten, Lateinamerika, Europa, Ferner Osten) ? Ach wegen den Preisen, muss es ein MUSS sein, auf solche Schweizer wie Sie es sind, kann jeder Tourist verzichten.
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  • Kommentar von Roland EBERLE, 1922 Les Granges VS
    Bravo - klar sind wir etwas teurer, aber wir sind's auch wert! Endlich mal hat ST den Mut klar dazu zu stehen! Unseren Gästen wird bald schon klar, dass die Schweiz dieses Etwas mehr wert ist, es liegt nur an uns, dies zu rechtfertigen! Packen wir's an - es gibt viel zu tun - wir schaffen es!
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