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Wirtschaft Toyota: Brennstoffzellen-Auto geht erstmals in Serie

Schon seit Jahrzehnten forscht die Autoindustrie an einer alltagstauglichen Brennstoffzelle. Nun also der Durchbruch?

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Legende: Knapp 60'000 Franken sind ein stolzer Preis. Doch vorerst ist das Brennstoffzellen-Auto ohnehin nur in Japan erhältlich. Toyota

Der weltgrösste Autobauer Toyota hat seinem mit Spannung erwarteten Brennstoffzellenauto den Namen «Mirai» (Zukunft) gegeben.

Der umweltfreundliche Wagen stelle einen «Wendepunkt» in der Automobilgeschichte dar, sagte Konzernchef Akio Toyoda.

Ein stolzer Preis

Der viertürige Wagen könne mit einer einzigen Tankfüllung rund 500 Kilometer weit fahren und in weniger als fünf Minuten aufgetankt werden, sagte Toyoda am Vortag des offiziellen Startschusses für das Fahrzeug.

Das Auto stösst lediglich Wasser aus.

Toyota hatte im Juni angekündigt, das Brennstoffzellen-Auto ab dem kommenden Frühjahr zunächst in Japan zum Preis von rund sieben Millionen Yen (58'000 Franken) anzubieten.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Manfred M., Lugano
    Leider muss man der durch den Wasserdampf-Ausstoss hervorgerufenen Euphorie etwas wichtiges entgegen halten, was leider in den Medien allermeistens verschwiegen wird: die Nutzung von Wasserstoff hat über den gesamten Weg von Erzeugung bis Verbrauch das katastrophalste Energieausbeute-Verhältnis aller konkurrierender Lösungen. Viel Energieverbrauch bei Erzeugung (Elektrolyse), ebenso bei Verdichtung, Kühlung und Lagerung (muss auf unter -190 Grad C bleiben). Am Ende kommen weniger als 15% heraus!
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    1. Antwort von C.Krebs, Shanghai
      Wieso -190°C? genügend Druck und Wasserstoff ist flüssig. Sauerstoffflaschen werden ja auch nicht gekühlt. Ausserdem ist der Siedepunkt bei -252°C.
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  • Kommentar von Kurt E. Müller, Zürich
    Endlich wieder mal eine gute Nachricht. Wir müssen endlich aufhören, mit grossem Aufwand der Erde Öl abzupressen, nur um dieses dann anzuzünden und an den Abgasen langsam zu ersticken. Nicht mal die Höhlenbewohner waren so dumm wie der heutige eingebildete Zivilisationsmensch.
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  • Kommentar von Nick Boehmer, Schlatt
    Die Idee, Wasserstoff zu nutzen ist tatsächlich spannend. Doch nur, wenn der Wasserstoff mit erneuerbaren Energien hergestellt wurde. Ansonsten sieht die Umweltbilanz schlechter aus, als beim Benziner oder Diesel. Schwierig auch, dass Wasserstoff bei Transport und Lagerung aufwendig, verlustreich und gefährlich ist. Ein Versuch, der viel Praxiserfahrung mit sich bringen wird. Die Projekte in Europa sind ja wegen der grossen Probleme leider eingeschlafen.
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