Zum Inhalt springen

Traum vom eigenen Haus Ist bald Schluss mit historisch tiefen Zinsen?

Während neun Jahre bewegten sich die Hypothekarzinsen nach unten. Seit Anfang Jahr ist ein Aufwärtstrend zu erkennen.

Legende: Video Günstige Bedingungen abspielen. Laufzeit 1:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.02.2018.

Die Finanzierung des Traums vom eigenen Haus war in den letzten Jahren äusserst günstig. Doch seit anfangs Jahr steigt der Zins für die gefragteste Art Hypothek – die langfristige Festhypothek – merklich an.

Das habe vor allem mit den wirtschaftlichen Entwicklungen in den USA zu tun, sagt Claudio Saputelli, Leiter Immobilienanalyse UBS Schweiz. «Die konjunkturellen Grössen oder die Indikatoren sind stärker ausgefallen, als erwartet», so Saputelli.

«Die Konjunktur in den USA läuft relativ gut, aber auch die Defizite werden höher ausfallen.» Deshalb werde der Druck auf die langfristigen Zinsen steigen. Und das spüre man auch in der Schweiz, so der Immobilien-Analyst.

Grafik 10-jährige Festhypothek.
Legende: Letzten Herbst bezahlte der Haus-Käufer für eine 10-Jährige Festhypothek über 1 Million Franken im Schnitt 1,4 Prozent Zins. Das sind monatlich rund 1'170 Franken. Inzwischen ist der Zinssatz auf 1,7 Prozent angestiegen. Der Käufer bezahlt nun rund 1'420 Franken monatlich. Das ist gut 20 Prozent mehr, als er im Herbst bezahlt hätte. SRF

Der aktuelle Trend ist kein Grund für Immobilien-Käufer, Rot zu sehen. Die Tiefzins-Ära sei noch länger nicht zu Ende, so Saputelli. Die Erholung der Wirtschaft in den USA, aber auch in Europa, sei noch zu schwach für einen markanten Zinsanstieg.

«Die konjunkturelle Entwicklung ist sicher besser als noch vor ein paar Jahren, aber nicht so robust, dass man das Gefühl hat, es geht nur noch aufwärts», so der Experte. Langjährige Festhypotheken werden also leicht teurer. Im historischen Kontext bleiben sie aber sehr günstig.

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Klaus Waldeck (kdwbz)
    Wenn die Banken bei der Kreditvergabe ihre Hausaufgaben richtig gemacht haben, dann können die Zinsen ohne Probleme für die Banken bist 4 - 5% ansteigen. Sicher wird es für recht viele Kreditnehmer dann sehr schwierig über die Runden zu kommen. Der Staat (also der Steuerzahler) wird dann wohl für die Zunahme der Sozialhilfefälle zur Kasse gebeten. Eins ist sicher: Die Banken verlieren selten und die Politik hat kaum Eingriffsmöglichkeiten. Freut Euch, die Immobilienpreise werden sinken.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von ROLAND BONT (rollo1)
    was bringt eine dividendenrendite von 4%, wenn der aktienmarkt vor einem top des 9-jährigen bullenmarktes steht. banken sind keine berater, sondern in erster linie verkäufer. die banken stehen mit der tiefzinspolitik und dem sich verbesserten makrobild glogal in einem befristeten schönwetterfenster. gelesen bei derkursstimmt. sobald die aktienmärkte fallen, wir stehen in den letzten monaten des börsenhaussezyklus, beginnt das banken-kartenhaus mit der horrenden überschudung zu kippen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniele Schranz (CWL Media Group)
    Ist schon interessant dass man das aus dem Nichts geschöpfte "Geld" der Geschäftsbanken mit realer Arbeit ein Leben lang ab bezahlen muss. Das wird nur noch durch die genau hier erwähnten Zinszahlungen (ob hoch oder Tief ist rein nebensächlich) übertroffen, für "Geld" das in wenigen Stunden aus den IT Systemen der Banken einfach eingetippt und gebucht wurde. Ha! Mal sehen wie lange das noch so weiter geht und die Leute sich für Geld aus dem Nichts weiter Ihr Rückrat brechen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen