Trotz Stellenabbau: Nicht mehr Arbeitslose im Juli

Zwar bauen Unternehmen wegen der Frankenstärke Stellen ab, doch die Arbeitslosigkeit steigt kaum an: Im Juli erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um knapp 500 Personen. Die Arbeitslosenquote verharrt bei 3,1 Prozent.

Legende:
Arbeitslosenquote nach Kantonen im Juli 2015
< 1.0 %
1.0 - 1.9 %
2.0 - 2.9 %
3.0 - 3.9 %
4.0 - 4.9 %
5.0 - 5.9 %

Nach dem traditionellen Tiefpunkt der Arbeitslosigkeit im Juni lässt sich ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit beobachten. Im Juli waren 133'754 Personen als arbeitslos gemeldet, 498 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 3,1 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco mitteilte. Im Jahresvergleich stieg die Zahl der Arbeitslosen um 5,3 Prozent an.

«Die saisonale Komponente ist zwar gekippt und hat erstmals seit Januar zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat geführt», sagt Boris Zürcher vom Seco. Allerdings habe sich der Abschwung in Grenzen gehalten. Wenn man die Zahlen mit dem Vorjahr vergleicht, so seien Mai, Juni und Juli ganz ähnlich verlaufen.

Zunahme der Jugendarbeitslosigkeit

Auch die Jugendarbeitslosigkeit legte im Juli zu: Bei den 15- bis 24-Jährigen sind 8,4 Prozent mehr arbeitslos als noch im Vormonat. Dabei handle es sich allerdings um ein saisonales Muster, so das Seco.

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Nicht mehr Arbeitslose trotz starkem Franken

1:09 min, aus Tagesschau vom 7.8.2015

Im Juli beenden die Jugendlichen ihre Ausbildung, Lehre oder Schulzeit und melden sich dann bei einer Regionalen Arbeitsvermittlungsstelle RAV, wenn sie keinen Job haben. Trotzdem: Auch gegenüber dem Vorjahr legte die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen um 3,2 Prozent zu.

Weniger Stellen – mehr Kurzarbeit

Zugleich gibt es weniger offene Stellen. Bei den RAV waren mit 10'352 offenen Stellen 135 weniger gemeldet als im Vormonat. Im Juni war die Zahl gegenüber Mai noch gestiegen. Gegenüber Juli 2014 nahm die Zahl offener Stellen vergangenen Monat sogar um rund einen Fünftel ab.

Ausserdem gab das Seco die aktuellsten Zahlen zur Kurzarbeit bekannt: Demnach waren im Mai 5423 Personen von Kurzarbeit betroffen, 307 Personen mehr als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe erhöhte sich um 22 auf 532.