Erstes Werk im Ausland Trump zum Trotz: Boeing baut in China

Boeing-Schriftzug und Logo an einem Gebäude des Werks in Everett, in der Fensterscheibe spiegelt sich ein rot-weisses Flugzeug

Bildlegende: Von Everett südlich von Seattle, wo das grösste Boeing-Werk steht (Bild) ins Ausland: Der Flugzeugbauer geht nach China. Reuters

  • Boeing baut in der ostchinesischen Stadt Zhoushan ein Auslieferungswerk für seine Flugzeuge.
  • Die Anlage entsteht in Kooperation mit dem chinesischen Flugzeugbauer Comac​.
  • Trotz Trumps Aufruf an US-Firmen, Arbeitsplätze im eigenen Land zu schaffen

Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldet, werden die Bauarbeiten für das Boeing-Werk Ende März beginnen. Präsident Donald Trump hatte US-Konzerne dazu aufgefordert, Fabriken nicht mehr im Ausland, sondern in den USA zu bauen – und dort Arbeitsplätze zu schaffen.

Nur Finish in China

Da es sich um ein Auslieferungswerk handelt, werden die Flugzeuge der Amerikaner auch künftig nicht in China gebaut. Im neuen Werk werden sie zum Beispiel nur mit Sitzen oder anderer Inneneinrichtung ausgestattet.

100 Maschinen vom Typ Boeings 737 sollen aus Zhoushan laut Xinhua zunächst pro Jahr an Kunden ausgeliefert werden.

Markt wächst rasant

Mit dem ersten Werk im Ausland eifert Boeing dem Konkurrenten Airbus nach. Die Europäer betreiben in der ostchinesischen Hafenstadt Tianjin schon zwei Anlagen zur Endmontage der Typen A320- und A330. Die beiden weltgrössten Flugzeugbauer setzen auf den rasant wachsenden Markt: In den nächsten 20 Jahren soll China gut 5000 neue Flugzeuge benötigen.