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Umfrage zu CO2-Emissionen Schweizer Unternehmen stehen hinter Emissionsziel «netto Null»

  • Eine Mehrheit der Unternehmen in der Schweiz befürwortet laut einer Umfrage das Emissionsziel «netto null» in der Schweiz.
  • Aber knapp die Hälfte von 2500 befragten Unternehmen zweifeln daran, dass dieses Ziel bei den Treibhausgasen erreicht werden kann.
  • Diese Zielvorgabe ist unter anderem auch im CO2-Gesetz vorgesehen, über das am 13. Juni abgestimmt wird.
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Archiv: Bundesrat eröffnet Abstimmungskampf zum CO2-Gesetz
Aus Tagesschau vom 29.03.2021.
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Das Thema Nachhaltigkeit und damit auch das Reduzieren von Treibhausgasen nimmt bei Schweizer Unternehmen einen grossen Stellenwert ein. Eine überwiegende Mehrheit steht hinter dem Ziel, bis 2050 die Treibhausgasemissionen auf netto null zu reduzieren. Aber gleichzeitig äussern 40 Prozent der befragten Unternehmen Zweifel daran, dieses Ziel erreichen zu können. Dies geht aus der Umfrage, Link öffnet in einem neuen Fenster «Outlook Schweiz, Nachhaltigkeit in Unternehmen» der Grossbank UBS hervor.

«Drei Viertel der Firmen befürworten das Netto-Null-Ziel, auch wenn es mit nicht geringen Kosten verbunden ist», fasst UBS-Ökonom Alessandro Bee den Hauptbefund der Umfrage zusammen. Die Unternehmen täten dies, weil sie sich entweder neue Impulse durch eine nachhaltigere Wirtschaft versprächen oder weil sie die Kosten des Klimawandels höher einschätzten als die Finanzierung des Netto-Null-Ziels.

Viel haben bereits Massnahmen ergriffen

Laut der Umfrage haben bereits über die Hälfte der Unternehmen ein Konzept entwickelt oder sogar schon Massnahmen ergriffen, um CO2-Emissionen zu reduzieren. Im Vordergrund steht dabei der Ausbau von sauberen Energien und eine Reduktion des Energieverbrauchs.

Beim Energieverbrauch rechnet aber nur ein Zehntel der Firmen damit, dass sie noch in diesem Jahrzehnt den Verbrauch an fossilen Energieträgern stark einschränken.

Abgedecktes Eis am Ende des Rhonegletschers im Wallis
Legende: Um durch die höhere Erwärmung das Abschmelzen von Gletschereis zu bremsen, werden Eisflächen am Ende des Rhonegletschers im Wallis mit weissen Planen abgedeckt. Keystone

Eine starke Rolle spielt zudem das Wissen der Unternehmen selbst über das Thema Nachhaltigkeit. Denn die UBS-Umfrage zeigt, dass bloss 50 Prozent der Unternehmen, die sich nur wenig mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen, das Ziel für erreichbar halten. Bei Unternehmen, die angaben, ein vertieftes Wissen zu haben, sind es hingegen 71 Prozent, welche die Klimaziele als erreichbar bewerten.

Pandemie wirkt auch auf Nachhaltigkeit

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen auch, dass die Coronakrise auch dazu geführt hat, dass Unternehmen Nachhaltigkeit mehr beachten. Das gilt auch für Branchen, die besonders hart von der Krise getroffen wurden, wie die Gastronomie oder die Event- und Kulturbranche.

Balkendiagramm
Legende: Die Antworten auf die Frage, wie die Coronakrise die Einstellung zur Nachhaltigkeit in den Unternehmen beeinflusst hat. Intervista / UBS , Link öffnet in einem neuen Fenster

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass während der Pandemie das Bewusstsein für soziale und ökonomische Nachhaltigkeit deutlich zugenommen hat und die überwiegende Mehrheit der Schweizer Firmen bereit ist, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Eckpunkte der Umfrage «Nachhaltigkeit in Unternehmen»

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Die Erhebung, Link öffnet in einem neuen Fenster wurde vom 22. Februar bis zum 10. März 2021 in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Intervista bei 2502 Schweizer Unternehmen durchgeführt. Die Auswahl der Stichprobe soll möglichst viele Aspekte der Schweizer Unternehmenslandschaft widerspiegeln. 72 Prozent der befragten Firmen stammen aus der Deutschschweiz, 24 Prozent aus der Westschweiz und 4 Prozent aus dem Tessin. Firmen mit über 250 Mitarbeitenden machen 5 Prozent der Stichprobe aus, solche mit 50 bis 249 Mitarbeitenden 9 Prozent, kleine und Mikro-Unternehmen 86 Prozent. Dienstleister dominieren mit 81 Prozent der Gesamtheit.

SRF 4 News, 03.05.2021, 12:00 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    Da gilt verwandter Spruch zu dem zu Statistiken: Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gef… hast. Genauso: glaube keiner Umfrage, die du nicht selbst angelegt und ausgewertet hast (wobei jede Auswertung mit Statistiken gemacht wird, womit sich Kreis wieder schliesst.
  • Kommentar von bert galzer  (galzer)
    Mich als Unternehmer hat noch nie jemand gefragt. Die Grossen Konzerne sagen natürlich alle Ja, ist ja fürs Image wichtig. Wenn ich aber als Lieferant oekologisch arbeite interessiert das niemanden wirklich, schon gar nicht, wenn es ein paar Rappen oder Franken mehr kosten sollte. Ist schon interessant. Ach ja und wenn durch CO2 Abgaben alles teurer wird, macht doch nichts, dann verlagern die Grossen die Produktion ins Ausland. Easy going, no problem und Greta findets toll dass CH dafür sei
  • Kommentar von Andreas Wiedler  (infonews)
    Ich bin übrigens schon dafür, dass wir uns Mühe geben und gewisse Ziele erreichen sollten. Was macgen wir aber mit China und Indien? Nebst unseren Bemühungen wäre es konsequent und unbedingt notwendig, diese Länder zu boykottieren, wenn wir unsere Umweltgesinnung auf eine glaubwürdige Plattform stellen wollen. China will mit allen Mitteln die wirtschaftliche Weltmacht No. 1 werden. Die machen nicht einmal vor der Arktis halt. Zu viele Baustellen...