Unbequemer Grossinvestor steigt bei Apple ein

Dem iPhone-Hersteller dürften turbulente Zeiten bevorstehen: Der für seine aggressiven Methoden bekannte US-Investor Carl Icahn hat sich in Cupertino eingekauft.

Alleine das blosse Auftreten Carl Icahns und seine Forderung nach einem Aktienrückkauf wirkten bei den Börsianern: Die Aktie des teuersten Konzerns der Welt stieg um annähernd 5 Prozent auf den höchsten Schlusskurs seit Januar.

«Wir halten momentan eine grosse Position in Apple», schrieb der 77-jährige Icahn im Kurznachrichtendienst Twitter. «Wir sind der Überzeugung, dass das Unternehmen extrem unterbewertet ist.»

Das «Wall Street Journal» berichtete unter Berufung auf informierte Personen von einem Investment von rund 1 Milliarde Dollar.

Investor Icahn im Porträt.

Bildlegende: Kann Investor Icahn Apple tatsächlich unter Druck setzen? Fraglich. Fakt aber ist: Der Kurs der Apfel-Aktie steigt. Keystone

Bei einem Apple-Gesamtwert von zuletzt 445 Milliarden Dollar würde Icahn damit weit unter einem Prozent halten.

Apple, das seinen Sitz im kalifornischen Cupertino hat, äusserte sich diplomatisch: Man begrüsse das Interesse aller Anteilseigner. Cook habe eine «sehr positive Unterhaltung» mit Icahn gehabt. Investoren schielen schon lange auf Apples Geldberg, der bis Ende Juni auf 146,6 Milliarden Dollar angewachsen war.