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Wirtschaft Und wieder zahlt Starbucks keine Steuern

In Grossbritannien zahlt der Kaffee-Anbieter Starbucks für das Geschäftsjahr 2012 keine Steuern. Bereits zum 15. Mal in Folge. Und: Trotz Umsatzplus gab es rote Zahlen.

Eigentlich gute Zahlen: Starbucks gab in Grossbritannien für das Geschäftsjahr 2011/2012 ein Umsatzplus von vier Prozent auf 413 Millionen Pfund bekannt. Unter dem Strich schrieb die Tochter des US-Konzerns aber rote Zahlen. Grund waren unter anderem Lizenzgebühren an die Europa-Zentrale in den Niederlanden.

Damit bilanziert Starbucks in Grossbritannien zum 15. Mal in Folge einen Fehlbetrag – und muss zum 15. Mal in Folge keine Steuern zahlen. Ohne die Lizenzgebühren hätte Starbucks mehrmals Abgaben leisten müssen.

Im Oktober hatte die Nachrichtenagentur Reuters aufgedeckt, dass Starbucks immer wieder Verluste auswies, sich gegenüber Investoren aber als profitabel darstellte. Der Fall zeigte auf, wie sich internationale Konzerne – ganz legal – steuerlich arm rechnen.

Der britische Staat erhält aber bald Geld. Die Kritik hat dazu geführt, dass der Konzern einwilligte, für 2013 und 2014 etwa zehn Millionen Pfund an Steuern zu zahlen.

Legende: Video «Kritik an Steuer-Tricks grosser Unternehmen» abspielen. Laufzeit 11:00 Minuten.
Aus ECO vom 18.03.2013.

20 Kommentare

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  • Kommentar von Albert Planta, Chur
    Sascha Freitag, Ermatingen Schmarotzer sind nicht die mit den teuren Autos und den Villen, Schmarotzer sind die, die sich auf die Kosten der Allgemeinheit Vorteile verschaffen. Ganz gleich ob die nun arm oder reich sind.
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  • Kommentar von Thomas Koch, Stuttgart
    Solche Fälle gehören pubik gemacht in der Hoffnung der Kunde, und dabei handelt es sich ja meist um den der dadurch mehr Steuern zahlen muß, honoriert solches Verhalten mit Boykott!
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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Mit anderen Worten: Starbucks Betruegt. Auch in der Schweiz machen das Firmen und Reiche, dadurch muessen diese keine oder sehr wenig Steuern Zahlen. Doch wir, die welche Hard Arbeiten muessen fuer das Geld, haben diese moeglichkeit einfach nicht, und wir sind die Armen Schweine die Zahlen duerfen... Ungerecht, aber so ist das System nun mal, und solange man da kein Riegel vorschiebt, wird sich das nicht aendern. Auch wenn alles Transparent ist, es trifft nur die Arbeiter Klasse...
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