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Ungetreue Geschäftsbesorgung? Antrag auf U-Haft für Pierin Vincenz

Legende: Video Pierin Vincenz droht Untersuchungshaft abspielen. Laufzeit 00:52 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 01.03.2018.
  • Die Staatsanwaltschaft hat beim Zwangsmassnahmengericht beantragt, den ehemaligen Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz in Untersuchungshaft zu setzen.
  • Der Haftrichter des Gerichtes hat nun 48 Stunden Zeit, dem Antrag stattzugeben oder ihn abzulehnen.
  • Zuvor war Pierin Vincenz bereits 48 Stunden festgehalten worden. So lange hatte die Staatsanwaltschaft Zeit, Untersuchungshaft zu beantragen.

Den Antrag bestätigte Corinne Bouvard, Sprecherin der Staatsanwaltschaft III für Wirtschaftsdelikte des Kantons Zürich, gegenüber SRF.

Der Vorwurf: ungetreue Geschäftsbesorgung

Pierin Vincenz steht im Verdacht der ungetreuen Geschäftsbesorgung. Dies im Zusammenhang mit Vorfällen rund um die Kreditkartenfirma Aduno, bei der Pierin Vincenz Präsident gewesen war. Was ihm konkret vorgeworfen wird, ist nicht bekannt.

Die Zürcher Staatsanwaltschaft fordert auch noch für einen zweiten ehemaligen Verwaltungsrat der Kreditkartenfirma Aduno Untersuchungshaft. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

Die Vorgeschichte

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Der Antrag auf Untersuchungshaft ist im Zuge eines Strafverfahrens erfolgt, dessen Eröffnung am Mittwoch bekannt geworden war. Auslöser dafür war eine Strafanzeige von Aduno vom Dezember 2017. Ermittelt wird aber nicht nur gegen den einst gefeierten Banken-Chef Vincenz, sondern auch gegen vier weitere Personen aus dessen beruflichem Umfeld. Darunter befindet sich ein weiteres ehemaliges Verwaltungsratsmitglied.

Pierin Vincez bestreitet sämtliche Vorwürfe. In einer am Mittwoch verbreiteten Stellungnahme liess er sich mit den Worten zitieren, er «habe die Interessen der Firmen, für die ich gearbeitet habe, stets gewahrt» und sich nichts zuschulden kommen lassen.

Nachdem die Raiffeisen-Bank durch die Zürcher Justiz über das Strafverfahren informiert worden ist, hat sie ebenfalls eine Strafanzeige gegen ihren langjährigen CEO eingereicht. Die Bank will zudem im Verfahren als Privatklägerin auftreten.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Silvio Guarneri (Guarneri)
    Das Sympathische, das die Raiffeisenbank früher auszeichnete, ging verloren. Heute hat Raiffeisen die Züge der Grossbanken angenommen.
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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Ich kenne weder Hrn.Vincenz noch die Aktenlage.Auffallend ist,dass weder Vreni Spoerri, Ernst Mühlemann,Marcel Ospel und die ganzen Milliardenvernichter und Swissairversager je strafrechtlich belangt wurden,auch die Postautoaffäre wird kaum strafrechtliche Konse- quenzen haben.Vincenz Vergehen können kaum schwerwiegender sein.Aus welchen Gründen auch immer:Hier wird mit zwei Ellen gemessen.
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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Bei solchen Berichten kommen mir immer wieder die Artikel 5/5a u. 6 unserer BV in den Sinn. Die da u.a. heissen: Art.5=Grundsätze rechtsstaatlichen Handelns – 3) „Staatliche Organe und Private handeln nach Treu und Glauben!“ + Art.6=Individuelle und gesellschaftliche Verantwortung – „Jede Person nimmt Verantwortung für sich selber wahr und trägt nach ihren Kräften zur Bewältigung der Aufgaben in Staat und Gesellschaft bei“! Deshalb schwindet mein Vertrauen in Wirtschaft, Politik u.a. zunehmend!
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