US-Hypothekenstreit kommt UBS teuer zu stehen

Die Schweizer Grossbank UBS hat ihren Rechtsstreit in den USA über umstrittene Hypothekengeschäfte beigelegt. Das Geldhaus lässt sich die Einigung rund 885 Millionen Dollar kosten.

Neben dem UBS-Firmenzeichen eine US-Flagge

Bildlegende: Hunderte Millionen Dollar zahlt die UBS, um den Rechtsstreit um Hypothekengeschäfte aus der Welt zu schaffen. Reuters

Die für die beiden grössten staatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac zuständige Aufsichtsbehörde, die Federal Housing Finance Agency (FHFA), gab den Vergleich bekannt.

Demnach zahlt die UBS rund 415 Millionen Dollar an Fannie Mae und 470 Millionen Dollar an Freddie Mac. Im Gegenzug lasse die FHFA ihre Vorwürfe fallen, das Geldhaus habe die beiden bei Hypotheken-Geschäften in die Irre geführt. Die Einigung bedeute kein Schuldeingeständnis der UBS. Mit ähnlichen Vorwürfen war die Behörde gegen zahlreiche weitere Institute vorgegangen.

Die UBS hatte jüngst bereits mitgeteilt, sich mit der FHFA grundsätzlich geeinigt zu haben. Fannie Mae und Freddie Mac hatten nach dem Platzen der US-Immobilienblase 2008 hohe Verluste erlitten und mussten verstaatlicht werden.