Fiskus geht leer aus US-Konzerne verschieben Billionen von Dollar in Steueroasen

Der Yachthafen von Hamilton.

Bildlegende: Die Bermudas gehören zu den beliebtesten Destinationen, um Konzerngewinne auf der Karibikinsel zu parken. Reuters

  • Die 50 grössten US-Firmen des Jahres 2015 haben mit Hilfe eines Netzwerks von 1751 Tochterfirmen und Zweigniederlassungen gegen 1,6 Billionen US-Dollar auf Steueroasen verschoben.
  • Im Vergleich zu 2014 stieg die getätigte Steueroptimierung um 200 Milliarden US-Dollar. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Entwicklungsorganisation Oxfam hervor.
  • Für die Analyse hat Oxfam zusammen mit Wirtschaftsforschern vom Institute for Taxation and Economic Policy Steuererklärungen und andere öffentlich zugängliche Berichte der Unternehmen ausgewertet. Die Entwicklungsorganisation Oxfam betont, dass sich die Firmen mit ihrer Steuervermeidungsstrategie im legalen Rahmen bewegten.
  • Dank diverser Schlupflöcher im Steuersystem zahlten die Firmen im Schnitt nur 25,9 Prozent an Steuern. Der gesetzlich vorgeschriebene Steuersatz liegt bei 35 Prozent.
  • Zudem gaben die untersuchten Unternehmen zwischen 2009 und 2015 insgesamt 2,5 Milliarden US-Dollar für Lobbyarbeit in Richtung der US-Regierung aus – davon wurden 325 Millionen US-Dollar für Steuerfragen aufgewendet.