US-Notenbank drosselt Geldspritzen weiter – Leitzins unverändert

Die Währungshüter der US-Notenbank Fed schränken ihre Konjunkturhilfe wie erwartet weiter ein. Die Anleihekäufe zur Belebung der Wirtschaft werden ab Juli auf 35 Milliarden Dollar pro Monat gesenkt.

Die Nationalbank der USA

Bildlegende: Das Federal Reserve System (Fed) ist die Notenbank der Vereinigten Staaten. Reuters

Die US-Notenbank sieht die Erholung der US-Wirtschaft weiterhin auf einem guten Weg. Die Konjunktur habe sich in den letzten Monaten nach einem schwachen
Winter wieder erholt, teilte die Federal Reserve (Fed) in Washington mit. Ihre monatlichen Anleihekäufe zur Stützung der Konjunktur reduziert sie daher planmässig weiter.

Historisch tiefer Leitzins seit 2008

Der Erwerb von langfristigen Staatsanleihen und Immobilienpapieren wird zum fünften Mal in diesem Jahr um 10 Milliarden Dollar pro Monat zurückgefahren. Damit sinkt die Summe von ursprünglich 85 auf künftig 35 Milliarden Dollar monatlich. Experten hatten mit dem Schritt gerechnet.

Der Leitzins hingegen werde noch für längere Zeit unverändert zwischen null und 0,25 Prozent bleiben, da eine sehr lockere Geldpolitik vor allem wegen der hohen Arbeitslosigkeit unverändert angemessen sei.

Auf diesem Rekordtief liegt der Zinssatz seit Ende 2008, als sich weltweit die schwere Finanzkrise ausgebreitet hatte. Eine deutliche Mehrheit der massgeblichen Fed-Vertreter schätzt, dass er erst 2015 steigen werde.